Zeit der Krise = Zeit der Vorsicht

Geschrieben von Graciella Ganadhi, Content Writer Project Child Indonesien, Übersetzt von Lia Sophie Wilmes, Content Writer Praktikantin Project Child Indonesien

Am 5. April wird jährlich der Internationale Tag des Gewissens gefeiert. Dieser Feiertag wurde zum ersten Mal 2019 begangen, um die Menschen an die Bedeutung von Liebe und Frieden in unserer Gesellschaft sowie an die Bedeutung von Selbstreflexion zu erinnern. Das Gewissen fördert das Wohlergehen der Menschen, das eine wesentliche Grundlage der globalen Nachhaltigkeit ist. Der Fortschritt wird die Entwicklung der globalen Wirtschaft, Gesellschaft, Kultur sowie der Technologie und der Bildung fördern.

Dr. Tao-Tze Hong, Präsident der Föderation für Weltfrieden und Liebe, erklärt, dass das Gewissen die Menschen dazu befähigen soll, einander zu tolerieren, zu vergeben und zu lieben. Dadurch wird die Distanz zwischen den Menschen und den Nationen verringert und eine harmonische globale Gesellschaft geschaffen, die für den Weltfrieden unerlässlich ist. Im Zuge der Globalisierung sollte es jedem am Herzen liegen, die Welt in Ordnung zu halten. Als Weltbürger werden Sie außerdem dazu ermutigt, sowohl nationale also auch internationale Angelegenheiten mit Mitgefühl, Mut und Weisheit anzugehen. Die Erhaltung des Weltfriedens und Aufstellung eines Plans, der den Menschen und der Erde zugutekommt, sollte unsere Priorität sein.

In Zeiten einer Krise wird das Gewissen wichtiger denn je. Es fordert zur Selbstreflexion auf und erinnert uns daran, immer das Richtige zu tun. Es erinnert uns auch daran, nicht egoistisch zu sein, sondern die globalen Bedürfnisse an erster Stelle zu sehen. Während der COVID-19-Pandemie sollten wir alle auf unser Gewissen hören, zuhause bleiben und damit dazu beitragen, dass sich die Krankheit nicht weiter ausbreitet. Die Jüngeren unter uns haben sicherlich eine höhere Überlebenschance. Trotzdem können sie ein Krankheitsüberträger für diejenigen sein, die anfälliger sind, wie z.B. ältere Menschen oder Menschen mit Vorerkrankungen. Niemand sollte nur an seine eigenen Bedürfnisse denken, sondern auch an die seiner Mitmenschen. Wir müssen als Weltbürger zusammenarbeiten, um diese Pandemie zu stoppen. Appellieren Sie an Ihr Gewissen und tun Sie das Richtige: Bleiben Sie zu Hause, bleiben Sie sicher und bleiben Sie gesund!

Referenzen:
http://www.icday.org/index.html

Plastik: Ein Feind Indonesiens

Geschrieben von Graciella Ganadhi, Content Writer Project Child Indonesien, Übersetzt von Lia Sophie Wilmes, Content Writer Praktikantin Project Child Indonesien

Wussten Sie, dass Indonesien nach China auf Platz 2 der weltweiten Kunststoffabfallproduzenten steht? Das Land produziert jeden Tag mindestens 25.000 Tonnen Kunststoffabfälle, die in Flüsse oder Küstengewässer gelangen. 15 Prozent des Kunststoffs, der die Weltmeere verschmutzt, stammt aus Indonesien.

Plastik ist zu einem modernen Feind Indonesiens geworden. Im März 2019 mussten Soldaten der indonesischen Armee den Fluss Citarum in Bandung von Plastikbergen befreien. Die Krise ist so schwerwiegend, dass nicht nur Flüsse, sondern auch Strände betroffen sind. Der Strand von Sanur auf Bali ist nur ein Beispiel für diese immer größer werdende Umweltverschmutzung. Touristen, die den Strand besuchen, um die Aussicht zu genießen, werden mit dem Geruch von verrottendem Plastikmüll empfangen. Dies schadet längst nicht mehr nur der Umwelt, sondern auf unbestimmte Zeit auch der Wirtschaft.

Glücklicherweise kämpft die indonesische Regierung gegen das Problem an. Dieser Kampf kann jedoch nicht alleine von der Regierung geführt werden: die indonesischen Bürger müssen sich den Initiativen der Regierung anschließen. Unser Leben mit Einwegplastik ist zwar komfortabel, aber wir können schon mit kleinen Veränderungen einen wichtigen Beitrag gegen die weltweite Invasion von Plastik leisten, zum Beispiel indem wir unseren Plastikverbrauch insgesamt reduzieren und Plastikgegenstände wiederverwenden. Wenn Sie einkaufen gehen, können Sie zum Beispiel Ihre eigenen wiederverwendbaren Tüten mitbringen. Und bringen Sie sich Ihren eigenen Coffee-to-go-Becher mit, wenn Sie sich auf dem Weg zur Arbeit noch schnell einen Kaffee holen möchten. Wenn Sie früher dreimal pro Woche Ihren Kaffee aus einem Plastikbecher getrunken haben, und jetzt aus Ihrem wiederverwendbaren Becher, reduzieren Sie den Verbrauch von Plastikbechern gleich um 156 Becher pro Jahr. Jeder Einzelne kann und sollte seinen Beitrag leisten!

Wenn Sie Ihren Plastikverbrauch nach und nach reduzieren, müssen die Schildkröten, Quallen und Tintenfische in den Weltmeeren nicht unter Ihrem Plastikabfall leiden.

Fangen Sie klein an und machen Sie große Veränderungen für die Zukunft unseres Planeten.

Referenzen:

  • https://www.weforum.org/agenda/2019/03/indonesia-has-a-plan-to-deal-with-its-plastic-waste-problem/. (Aufgerufen am 28. Februar 2020 um 14:41 Uhr)
  • https://www.thejakartapost.com/academia/2019/03/01/the-waste-challenge-is-indonesia-at-a-tipping-point-1551431355.html. (Aufgerufen am 28. Februar 2020 um 14:41 Uhr)

Habe ich COVID-19?

Geschrieben von Graciella Ganadhi, Content Writer Project Child Indonesien, übersetzt von Lia Sophie Wilmes, Content Writer Praktikantin Project Child Indonesien

Haben Sie gerade in den Nachrichten etwas über COVID-19 gehört und jetzt das Gefühl, dass Sie Halsschmerzen oder Fieber haben? Juckt Ihre Haut plötzlich oder haben Sie ein Engegefühl in Ihrer Brust? Es kann natürlich sein, dass Sie sich mit dem Virus infiziert haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie unter den psychosomatischen Nebenwirkungen von zu vielen Nachrichten leiden, ist allerdings wesentlich größer.

Die Amygdala ist der Teil unseres Gehirns, der sowohl Ihr Gedächtnis, als auch Ihre Ängste kontrolliert. Aufgrund der zahlreichen beunruhigenden Nachrichten, die momentan auf Sie einprasseln, hat Ihre Amygdala viel zu tun. Das führt dazu, dass sich das autonome Neuronensystem in einem ständigen Kampf-oder-Flucht-Mechanismus befindet, der Sie in Stress versetzt. Das Ungleichgewicht zwischen dem sympathischen und parasympathischen Nervensystem führt dann zu der psychosomatischen Reaktion. Diese kann sich in Form von plötzlicher Müdigkeit, trockenem Husten, Halsschmerzen usw. bemerkbar machen und ähnelt somit den Symptomen von COVID-19.

Stress kann Ihnen viel mehr schaden als Sie vielleicht denken. In einer Studie von André Bovis und André Simoneton aus dem Jahr 1949 wurde festgestellt, dass Stress zu einer Abnahme der Körperfrequenz führen kann. Alles in diesem Universum vibriert und hat eine Frequenz; von den Zellen bis zu den Atomen. Ein gesunder Mensch sollte eine Frequenz zwischen 7000 und 8000 Bovis-Einheiten haben, bei 1000 oder weniger ist die Person dem Tod nahe. Ein schwer kranker Mensch hat etwa 2000 bis 3000 Bovis-Einheiten, während die Frequenz eines mäßig kranken oder gestressten Menschen unter 5000 Bovis-Einheiten liegt. Angst oder Sorge können dazu führen, dass die Frequenz Ihres Körpers abnimmt, und wenn Sie gestresst sind, liegt die Frequenz unter 5000 Bovis-Einheiten. Dies kann gefährlich werden. Denn, wie eine Studie zeigt, haben Viren eine Frequenz von etwa 5000 Bovis-Einheiten. Wenn die Frequenz Ihres Körpers ebenfalls bei 5000 Bovis-Einheiten liegt, können Viren Ihren Körper als potentielles “Zuhause” betrachten. Bei gleicher Frequenz werden wir also anfälliger für Krankheiten durch Viren.

Machen Sie sich nicht so viele Sorgen und lassen Sie sich von den Nachrichten nicht stressen. “Bewusst, nicht ängstlich; vorbereitet, nicht panisch” sollte Ihr Motto sein, wenn Sie sich dieser beängstigenden Situation stellen. Seien Sie sich dessen bewusst, was momentan in der Welt geschieht, lassen Sie sich davon aber keine Angst machen. Seien Sie für das, was kommt, vorbereitet, geraten Sie aber nicht in Panik. Horten Sie keine Dinge, die andere vielleicht mehr brauchen als Sie. Und sehen Sie sich die Nachrichten in Maßen an; bleiben Sie auf dem Laufenden und informieren Sie sich, aber nehmen Sie sich auch Zeit, sich zu amüsieren. Tun Sie Dinge, die Sie glücklich machen, wie Lesen, Meditieren oder Sport. Bleiben Sie gesund und versuchen Sie, stressfrei zu leben!

Referenzen:

http://www.lamartinablanca.com/Unidades_Bovis.html
https://whitemagicway.com/bovisbiometer.html
https://www.cnnindonesia.com/gaya-hidup/20200323131032-255-486024/cegah-corona-jadi-jadian-akibat-stres-dan-cemas-berlebih
https://twitter.com/mbahndi/status/1241556884261224449?s=08

Sei glücklich, auch Zuhause!

Geschrieben von Graciella Ganadhi, Content Writer Project Child Indonesien, übersetzt von Lia Sophie Wilmes, Content Writer Praktikantin Project Child Indonesien

Heute ist Internationaler Tag des Glücks! Wissen Sie, dass Ihr Glück zur globalen Wirtschaft beiträgt? Die UN-Generalversammlung forderte “einen integrativen, gerechteren und ausgewogeneren Ansatz für das Wirtschaftswachstum, der das Glück und das Wohlergehen aller Völker fördert”. Einfach gesagt: Wenn die Menschen glücklich sind, wird auch die Weltwirtschaft wachsen. Es handelt sich dabei um einen humaneren Ansatz zur Entwicklung der Wirtschaft, als die Menschen unverhohlen zu zwingen, härter zu arbeiten.

Die UNO hat Glück als “grundlegendes Ziel des Menschen” anerkannt, und das sollten auch Sie tun! Hier sind ein paar gute Gründe dafür:

  1. Glück stärkt Ihre Gesundheit und fördert einen gesunden Lebensstil, wodurch Sie eine längere Lebenserwartung haben!
  2. Sie werden produktiver sein und möglicherweise ein größeres Einkommen haben!
  3. Es ist erwiesen, dass Glück Stress und Ängste reduziert.

Der Internationale Tag des Glücks 2020 steht unter dem Motto „Gemeinsam glücklicher”. Als soziales Wesen können wir nicht komplett allein leben, richtig? Wir sind glücklicher, wenn wir nicht alleine sind, sondern gemeinsam mit anderen Menschen Spaß haben. Mit Freunden und der Familie etwas zu unternehmen macht einfach mehr Spaß.

Es gibt viele Wege, glücklich zu sein. Auch, wenn es Spaß macht, in Gruppen unterwegs zu sein, ist es auch schön, Dinge mal alleine zu machen! Vor allem vor dem Hintergrund der Verbreitung von COVID-19 und der Tatsache, dass Sie zu Hause bleiben sollten, ist es wichtiger denn je, auch alleine glücklich zu sein. Zum Glück gibt es viele Möglichkeiten, sich selbst zu beschäftigen und zu unterhalten. Wenn man sich nicht draußen aufhalten kann und soll, gibt es immer noch die Möglichkeit, ein Buch zu lesen, Filme oder Serien zu schauen oder auf Social Media unterwegs zu sein. Sie können versuchen, Ihr Lieblingsessen zu kochen, denn Essen macht immer glücklich, nicht wahr? Online finden sich auch viele Kurse, an denen man teilnehmen kann, wenn man sich weiterentwickeln, und gleichzeitig Spaß dabei haben möchte. Sie können und sollten Ihre Zeit zuhause kreativ gestalten. Glück und Spaß entstehen durch die einfachsten Dinge. Also, seien Sie glücklich und bleiben Sie glücklich!

Wichtiger Hinweis: Bitte bleiben Sie zu Hause, um die Verbreitung von COVID-19 zu stoppen. Glück kann man überall finden, auch zu Hause. Nur, wer länger lebt, wird auch länger glücklich sein!

Internationaler Frauentag: Frauenrecht ist Menschenrecht

Geschrieben von Graciella Ganadhi, Content Writer Project Child Indonesien, übersetzt von Lia Sophie Wilmes, Content Writer Praktikantin Project Child Indonesien

Im Laufe der Geschichte wurden Frauen häufig unfair behandelt, vor allem dann, wenn sie in patriarchalen Gesellschaftsstrukturen lebten. Frauen wurden häufig nicht als eigenständige Individuen, sondern lediglich als Besitz der Männer betrachtet. Sie hatten keinerlei Rechte, durften also zum Beispiel nicht wählen und hatten auch in anderer Hinsicht keine Freiheiten. Die Gesellschaft bestimmte über das gesamte Leben der Frauen; sie durften nicht einmal selbst ihre Kleidung aussuchen.

Wenn man ein Geschichtsbuch aufschlägt, wird man selten über die Erfolge von Frauen lesen. Kaum jemand kennt beispielsweise Mileva Einstein, die erste Frau des Physikers Albert Einstein. Und das, obwohl sie ihn maßgeblich bei der Entwicklung seiner Relativitätstheorie unterstützte. Von den Erfolgen von Frauen sind allerdings häufig keine Spuren zu finden.

Mit der Zeit forderten Frauen vermehrt, gleichberechtigt behandelt zu werden. Allerdings kann die Gleichberechtigung der Geschlechter nur dann erreicht werden, wenn die gesamte Gesellschaft an einem Strang zieht und das gleiche Ziel verfolgt. Jeder Mensch hat individuelle Gedanken, Meinungen, Verhaltensweisen und Denkweisen. Das Motto des Internationalen Frauentags 2020, der am 8. März stattfand, ist „Kollektiver Individualismus“. Im Einklang mit diesem Motto sollte jeder Mensch für die Gleichberechtigung der Geschlechter kämpfen. Wir alle müssen mithelfen, wenn es darum geht, die Zukunft zu ändern.

“Der Kampf um die Gleichberechtigung der Frauen wurde weder von einer einzelnen Feministin bzw. einem einzelnen Feministen, noch von einer bestimmten Organisation geführt. Er ist den gemeinschaftlichen Anstrengungen all derer zu verdanken, denen Menschenrechte ein wichtiges Anliegen sind.“

– Gloria Steinem (Feministin, Journalistin und Aktivistin)

Es geht nicht primär um die Rechte eines bestimmten Geschlechts, sondern um Menschenrechte im Allgemeinen. Wir sollten als Gesellschaft die Erfolge von Frauen uneingeschränkt wertschätzen und stets unvoreingenommen gegenüber dem weiblichen Geschlecht sein. Wir sollten die veralteten Sichtweisen, die in unserer Gesellschaft teilweise immer noch herrschen, hinterfragen und die Perspektiven erweitern.

Das Bemühen um die Gleichberechtigung der Geschlechter sollte als kontinuierlicher Prozess angesehen werden. Eine Gesellschaft, deren Mitglieder gleichberichtigt sind, wird in wirtschaftlicher Hinsicht erfolgreich sein, und auch das Zusammenleben wird harmonischer sein. Gleichberechtigung kann nur gemeinsam erreicht werden. Sind Sie bereit für den Wandel?

Für mehr Informationen über den Internationalen Frauentag und darüber, was Sie persönlich tun können, besuchen Sie:
https://www.internationalwomensday.com/

Referenzen:

https://www.internationalwomensday.com/Theme

https://blogs.scientificamerican.com/guest-blog/the-forgotten-life-of-einsteins-first-wife/

Internationaler Tag der Muttersprache: ein Tag, an dem die Sprachenvielfalt dieser Welt gefeiert wird

Geschrieben von Graciella Ganadhi, Content Writer Project Child Indonesien, übersetzt von Lia Sophie Wilmes, Content Writer Praktikantin Project Child Indonesien

Um miteinander zu kommunizieren, verwenden wir alle eine Sprache. Manche von uns sprechen eine Sprache, während andere zweisprachig oder sogar mehrsprachig sind. Egal, wie viele Sprachen wir sprechen, wir haben alle eine Muttersprache. Das Große Wörterbuch der indonesischen Sprache (Great Dictionary of the Indonesian Language) definiert Muttersprache als „die erste Sprache, die eine Person nach der Geburt durch die wiederholte Interaktion mit ihrer Sprachgemeinschaft beherrscht.“

Trotz alledem verschwindet alle zwei Wochen eine Sprache. Warum? Die Antwort ist einfach: Die Globalisierung lässt die Grenzen innerhalb der Gesellschaft verschwimmen. Sprachen, Kulturen und Traditionen vermischen sich zunehmend. Manche Sprachen nehmen dadurch an Bedeutung zu, während andere nach und nach verschwinden. Sprachen, die vor allem im politischen und wirtschaftlichen Kontext verwendet werden, wie zum Beispiel Englisch, Spanisch und Mandarin, werden auch in Zukunft viele Menschen lernen und sprechen. Statistiken zeigen, dass 43 % der weltweit etwa 6500 Sprachen kurz davor sind, auszusterben, weil sie von zu wenigen Menschen gesprochen werden. Das Verschwinden einer Sprache bringt immer auch den Verlust von Erinnerungen, einer Kultur und Traditionen mit sich. All dies kann als kulturelles Erbe für die Menschen auf der ganzen Welt angesehen werden.

Die Vereinten Nationen erklärten den 21. Februar zum Internationalen Tag der Muttersprache. Ziel dessen ist es, die Sprachen dieser Welt zu erhalten und die linguistische und kulturelle Vielfalt zu fördern.

Rafiqul Islam, ein in Bangladesch geborener Kanadier, stellte die Idee 1998 in einem Schreiben an den damaligen Generalsekretär der Vereinten Nationen, Kofi Annan, vor. Darin bat er die Vereinten Nationen, den zahlreichen gefährdeten Sprachen mehr Aufmerksamkeit zu schenken und konkrete Maßnahmen gegen das Aussterben dieser einzuleiten. Das Datum des Internationalen Tags der Muttersprache wurde in Gedenken an vier junge Studenten ausgewählt, die 1952 während der Bengalischen Sprachbewegung in Dhaka, Bangladesch, von der Polizei erschossen wurden.

Indonesien ist für seine große kulturelle und sprachliche Vielfalt bekannt. In dem weltweit größten Inselstaat werden mehr als 652 Landessprachen gesprochen. Die meisten Indonesier haben mehr als eine Muttersprache, da in indonesischen Familien häufig zwei oder mehr Sprachen gesprochen werden. Die Muttersprache von Kindern, die auf Java aufwachsen, und deren Eltern Javaner sind, ist in der Regel Javanisch. Indonesisch lernen sie meist erst in der Schule. Ethnologue, eine web-basierte Datenbank, in der die Sprachen dieser Welt gelistet sind, stufte insgesamt 138 indonesische Landessprachen als gefährdet, fast ausgestorben oder ausgestorben ein. Der Großteil der indonesischen Landessprachen hat nicht so eine privilegierte Stellung wie Javanesisch, Sundanesisch oder Balinesisch. Dies liegt daran, dass immer weniger Menschen diese Sprachen sprechen, und auch das Interesse, sie zu lernen, zurückgeht.

Der Internationale Tag der Muttersprache wird zu Ehren der unterschiedlichen Sprachen dieser Welt gefeiert. Da Multikulturalität und Mehrsprachigkeit zu mehr Toleranz in der Gesellschaft führen, soll dieser Tag die Menschen dazu anregen, die kulturelle und sprachliche Vielfalt sowie die Mehrsprachigkeit zu fördern. Indem Sprachen und generell die linguistische Vielfalt erhalten werden, können auch Kulturen und Traditionen bewahrt werden. Und das ist letztendlich das, was uns zu den Personen macht, die wir sind. Es ist unsere Verpflichtung, den Internationalen Tag der Muttersprache ernstzunehmen, und wenn nicht für uns selbst, dann für die Zukunft dieser Welt.

Referenzen:

Die Bedeutung von Zusammenarbeit im Non-Profit Bereich

Wir sind davon überzeugt, dass gute Zusammenarbeit eine alternativlose Notwendigkeit zur Steigerung von Effizienz und Effektivität darstellt. Diese ist erforderlich, um einen nachhaltigen Beitrag zu einer besseren Welt leisten zu können.

Bei der Betrachtung von Non-Profit Organisationen, insbesondere im Hinblick auf die Erreichung von Zielen oder der finanziellen Sicherheit, sind eine gute Zusammenarbeit und Partnerschaft der beste Weg, um Verbesserungen in den lokalen Gemeinden zu erreichen und damit zu einer besseren Welt beizutragen. Auch wenn es für die Organisationen besondere Gründe für eine Zusammenarbeit gibt, stellt Forbes fest, dass sich deren Ziele ähneln. So werden oftmals Kostenersparnis, Ausbau von Programmen, organisatorische Effizienz und Effektivität, verbesserter Service oder der Einbezug von Führungskompetenzen genannt.

Kostenersparnis

Der größte Nutzen einer Zusammenarbeit mit anderen Non-Profit Organisation besteht in der, massiven Einsparung von Kosten, insbesondere in administrativen Bereichen. Zwei Organisationen können sich gegenseitig unterstützen, indem sie ihre Ausgaben, z.B. für Trainings, Seminarräume, Büromaterial aufteilen.

Ausbau von Programmen

Zusammenarbeit ermöglicht es den Organisationen ihre Programme zu erweitern, indem neue Programme erstellt, oder vorhandene Programme kombiniert und ausgebaut werden können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, auf eine größere Auswahl an Ressourcen und Tools zurückzugreifen, mit denen Programme zu geringeren Kosten realisierbar sind. So können die Organisationen ihre Kapazitäten erweitern und mehr Nutzen aus den durchgeführten Programmen ziehen. Ein weiterer Vorteil der Zusammenarbeit besteht zudem in der steigenden Bekanntheit der Marke. Als Bestandteil einer Werbestrategie, beispielsweise mithilfe von Social Media oder Webseiten haben die Organisation einen verbesserten Zugang zu größeren Netzwerken und potentiellen Partnern.

So arbeitet auch Project Child mit vielen Partnern zusammen, um die verschiedenen Programme zu fördern und auszubauen. Anstatt alleine zu arbeiten können wir durch die regelmäßige Zusammenarbeit mit unabhängigen Organisationen bedeutend mehr erreichen. Im November 2018 beispielsweise, führte Project Child in Zusammenarbeit mit den Semua Murid Semua Guru (SMSG) eine Diskussion über die Bedeutung der Bildungsbewegung in Indonesien, um die Idee des Freiwilligendienstes für junge Menschen zu fördern.

Organisatorische Effizienz und Effektivität

Eine erhöhte Effizienz und Effektivität sind weitere Vorteile in der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen. Eine höhere Effizienz ermöglicht es den Organisationen ihre Ziele schneller zu erreichen. Durch eine höhere Effektivität können Ziele hingegen umfangreicher erfüllt werden.

Verbesserter Service

Die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen bietet nicht nur die Möglichkeit, Serviceleistungen zu verbessern, sondern auch Zugang zu neuen Tools und Ressourcen. So fokussiert sich eine Organisation beispielweise auf die berufliche Ausbildung, während eine andere Organisation die Obdachlosen in der Gemeinschaft unterstützt. Durch die Zusammenarbeit der Organisationen können nun unter anderem mehr Trainings für die berufliche Ausbildung vermittelt werden.

Einbezug von Führungskompetenzen

Ein weiteres Hauptanliegen der Zusammenarbeit zwischen Organisationen besteht darin, Kapazitäten zur Erweiterung der Führungsqualitäten auszubauen. Bündeln die Vorstände verschiedener Non-Profit Organisationen ihre Fähigkeiten, ihr Wissen und Expertise, so können sie die Entwicklung ihrer Organisationen erfolgreicher vorantreiben. Die Partnerschaft ermutigt zudem weitere Vorstände und Führungskräfte sich anzuschließen und ihre Organisationen damit ebenfalls weiterzuentwickeln.

Jede gemeinnützige Organisation setzt sich nicht nur dafür ein ihre Ziele zu erreichen, sondern ist darüber hinaus bestrebt, in großem Maße andere Menschen zu inspirieren. Das gelingt jedoch nicht ohne weiteres. Erst die Zusammenarbeit der Mitarbeiter verschiedener Organisationen und deren gebündelten Ressourcen machen eine Inspiration in großem Maße möglich. In dieser Hinsicht hat Project Child Indonesien das große Glück, viele Möglichkeiten für erfolgreiche Zusammenarbeiten und Partnerschaften zu haben. Dies geschieht beispielsweise in Form von Workshops, Recherchen, Hosting oder Großveranstaltungen zur Finanzierung.

Quellen:

Warum ein Bewusstsein für Mundhygiene besonders für Kinder wichtig ist

Der Gesundheitszustand der Zähne und des Mundes ist ein wichtiger Indikator für die Gesundheit des menschlichen Körpers. Unsere Zähne sind von essentieller Bedeutung für eine unbeschwerte Nahrungsaufnahme. Obwohl sich viele Menschen in Indonesien der wichtigen Rolle der Zähne bewusst sind, ist das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer gewissenhaften Mund- und Zahnpflege gering. Zahnerkrankungen wie zum Beispiel Karies oder Abszesse (geschwollenes Zahnfleisch) sind die Folge. Aktuellen Studien zufolge können Zahnfleischinfektionen im schlimmsten Fall zu Herzerkrankungen führen.

Nach den Ergebnissen der Gesundheitsforschung 2018 ist Indonesien mit 57,6% der Gesamtbevölkerung eines der Länder mit der höchsten Häufigkeit von Zahn- und Mundgesundheitsproblemen. Besonders schlimm ist dabei, dass 93% der an Karies erkrankten Menschen in Indonesien Kinder sind. Für die Kinder kann dies unter Umständen auch Folgen in der Zukunft haben, sofern beispielsweise ihr Selbstbewusstsein durch Zahnerkrankungen beeinträchtigt wird. Aus diesem Grund wurde die Initiative „Frei von Karies 2030“ durch den indonesischen Gesundheitsminister, mit Unterstützung der Vereinigung der indonesischen Zahnärzte (PDGI), gegründet. Im Zuge der Initiative werden die Kinder in den Schulen für die Bedeutung der Mundgesundheit sensibilisiert. Eine Versiegelung der Zähne mit Fluorid soll darüber hinaus das Kariesrisiko verringern.

„Der Prozentsatz der Kinder in Indonesien, die im Jahr 2018 unter Zahnerkrankungen litten betrug 64%. Davon hatten 41% mit erheblichen bis starken Schmerzen zu kämpfen. Dieses Problem kann dabei einen großen Einfluss auf die schulischen Aktivitäten der Kinder nehmen.“

Dr. Ratu Mirah, Abteilungsleiter für Gesundheit und Wohlbefinden in der Unilever Indonesia Foundation

Im Vergleich zu Kindern, die gesunde Zähne besitzen, leiden Kinder mit Mundgesundheitsproblemen tendenziell unter mangelndem Selbstbewusstsein, haben Schwierigkeiten Kontakte zu knüpfen und vermeiden es, im schlimmsten Fall, zu lächeln oder gar zu lachen.

Zahn- und Munderkrankungen von Kindern sind zu einer ernsthaften Herausforderung geworden, die es nicht zu unterschätzen gilt. Ist die Erkrankung mit Schmerzen verbunden, so verringert dies oftmals nicht nur die schulische Produktivität der Kinder, sondern führt auch zu Appetitlosigkeit, die sich negativ auf das Wachstum der Kinder auswirken kann. Vorbeugende Maßnahmen der Eltern, z.B. der regelmäßige Kontrollbesuch bei einem Zahnarzt sind eher die Ausnahme. Daher ist es besonders wichtig, den Kindern die Bedeutung von Mundhygiene zu erklären. Um das Bewusstsein der Menschen in Indonesien in Bezug auf die Zahngesundheit zu verbessern ist neben den Initiativen der kommunalen Gesundheitszentren und UKS (Usaha Kesehatan Sekolah) auch ein Engagement lokaler Regierungen und die Einbeziehung von NGOs, die auch in abgelegenen Orten aktiv sind, notwendig.

Dies hat Project Child dazu veranlasst, Maßnahmen zu ergreifen um die „Frei von Karies 2030“ Initiative des indonesischen Gesundheitsministeriums zu unterstützen. Im August 2019 wurden daher im Rahmen der Flussschule des Sungai Gajah Wong kostenlose zahnärztliche Untersuchungen durchgeführt. Darüber hinaus hatten die am Fluss wohnenden Eltern und ihre Kinder die Möglichkeit, sich von den Zahnärzten der Opal Zahnklinik beraten zu lassen. Während der zahnärztlichen Untersuchungen wurden bei ca. 20 Eltern und Kindern Zahnerkrankungen wie beispielsweise Karies festgestellt. Somit konnte Project Child einen wichtigen Beitrag zu einem erhöhten Bewusstsein für die Notwendigkeit der Mundhygiene leisten. In Zukunft werden die Eltern darauf achten, dass ihre Kinder nicht nur regelmäßig Zähne putzen, sondern darüber hinaus auch den Konsum von zuckerhaltigen Getränken und Süßigkeiten reduzieren. Mögliche Zahnerkrankungen der Kinder und damit verbundene Nachteile in ihrer Entwicklung können somit bereits im Vorfeld verhindert werden.

Quellen:

Die Sicherstellung einheitlicher Wasserqualität gemäß dem Umwelt- und Gesundheitswesen

Die komplexen Wasserprobleme in Yogyakarta erfordert weiterhin Maßnahmen, welche die Lokalregierung, Gemeinden, sowie in Regierungsprojekte involvierte Gruppen miteinbeziehen. So identifizierte einer der führenden Forscher der Pusat Penelitian Limnologi Lembaga Ilmu Pengetahuan (LIPI) den ungebremsten Bau von Hotels und Wohnungen, den mangelhaften Bodenschutz, sowie die veränderte Landnutzung als Hauptgründe für die Wasserkrise in Yogyakarta. Zusätzlich tragen Haushaltsmüll und Großunternehmen mit hohem Wasserverbrauch zu einer zunehmenden Verschmutzung von sauberem Trinkwasser bei.

Die Schaffung eines Bewusstseins für Wasser als ein für den Menschen lebensnotwendiges Element wurde zu einem der Hauptgründe für den Aufbau des Trinkwasserprogramms. Seit 2016 hat Project Child dieses Programm an mehreren Schulen erfolgreich durchgeführt und damit zur Erreichung des sechsten Sustainable Development Goal (SDG), dem Ziel der Sicherstellung der universellen Verfügbarkeit von sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen, beigetragen. Darüber hinaus konnte Project Child im Juli 2019 das Trinkwasserprogramm an fünf neuen Partnerschulen (Cokrokusuman Grundschule, Sayidan Grundschule, Karangmulyo Grundschule, Ngupasan Grundschule, Wirosaban Grundschule) mit weiteren 22 Vertretern von Partnerschulen, sowie 3 Vertretern des Bildungs- und Kulturwesens durchführen.

Mit dem Trinkwasserprogramm wird der Zugang der Kinder zu angemessenem Trinkwasser verbessert. Außerdem liefert das Programm Informationen zur Sicherstellung der einheitlichen Wasserqualität gemäß den im Folgenden aufgeführten Anforderungen des Gesundheits- und Umweltwesens:

Physische Anforderungen:

  • Wasser muss sauber sein – die Trübung im Wasser entsteht durch die Verteilung feinster Sandgranulate
  • Wasser ist farblos und frei von gesundheitsschädlichen Stoffen
  • Wasser ist geschmacksneutral – salziges, süßes oder bitteres Wasser, ist ein Anzeichen dafür, dass dieses nicht zum Trinken geeignet ist
  • Wasser ist geruchslos – Gerüche deuten auf die Zersetzung organischer Substanzen durch Mikroorganismen im Wasser hin
  • Wasser hat normale Temperaturen – sich auflösende Chemikalien können das Wasser erhitzen und zu Gesundheitsproblemen führen.
  • Gelöste Feststoffe (TDS) übersteigen für sauberes Wasser nicht den Wert von 1000, bzw. 100 für Trinkwasser

Chemische Anforderungen:

  • Um Wasser bedenkenlos trinken zu können, muss der pH-Wert auf einer Skala von 6 bis 8 liegen. Der Säuregehalt im Wasser wird im Allgemeinen durch die Aufnahme von CO2 gebildet.
  • Wasser mit einem Eisengehalt von mehr als 0,1 mg, erkennbar durch gelb gefärbtes, nach Metall schmeckendem Wasser, stellt ein Gesundheitsrisiko für den menschlichen Körper dar.
  • Die Wasserhärte wird durch den Gehalt von Sulfat, Carbonat, Chlorid, Nitrat, Magnesium, Calcium, Eisen oder Aluminium im Wasser bestimmt. Eine Wasserhärte von 500 mg / l sollte nicht überschritten werden, um die Bildung von weißen Krusten auf Küchengeräten, Korrosion in den Wasserleitungen und Magenprobleme zu vermeiden.
  • Für die Wasserverschmutzung mit Nitrat und Nitrit ist hauptsächlich die Boden- und Pflanzendüngung verantwortlich. Übermäßige Mengen von Nitrat und Nitrit im Wasser können den Sauerstofffluss im Körper blockieren.
  • Wasserverschmutzung, die üblicherweise durch Blei verursacht wird, birgt große Gefahren für Nieren, Leber, Gehirn und kann im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Biologische Anforderungen:

  • Das Trinkwasser darf nicht mit Kolibakterien kontaminiert sein. Diese Bakterien verursachen Verdauungsstörungen, zum Beispiel durch Durchfall und Erbrechen.
  • Es gibt aber auch andere Coliforme, die vermieden werden müssen. So können Salmonellen, die gefährliche Infektionskrankheit Typhus auslösen. Durch bestimmte Symptome gekennzeichnet wie Fieber, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und vermindertem Appetit, sowie verschiedene Verdauungsstörungen, kann diese Krankheit unbehandelt zum Tod führen.

Durchführbarkeitstests für sauberes Wasser gemäß der Norm der Gesundheits- und Umweltwesen sind erforderlich, da jedes Individuum das Recht auf Zugang zu sauberem Trinkwasser hat, welches gesundheitlich unbedenklich ist. Die Etablierung des Trinkwasserprogramms ist ein Engagement, mit dem Project Child zur Erreichung der Sustainable Development Goals beitragen möchte. Gleichzeitig wird das Bewusstsein der Menschen dafür geschärft, täglich vorbeugende Maßnahmen gegen die Wasserverschmutzung zu ergreifen, indem sie zum Beispiel ihre Abfälle nicht im Fluss entsorgen oder Wasser effizienter nutzen.  

Quellen:

WASH – der Schlüssel zu einem gesunden Leben

written by Alice Pidgeon


Sauberes Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene sollten kein Privileg sein. Es sind einige der grundlegendsten Anforderungen der menschliche Gesundheit, und alle Länder tragen die Verantwortung dafür, dass jeder Zugang zu ihnen hat

– Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Director-General, World Health Organization (WHO)

Der Mensch braucht Wasser, um zu überleben, Hygiene, um gesund zu sein, und sanitäre Einrichtungen, um in einer sicheren Umgebung leben zu können. WASH ist das Akronym für Water And Sanitation Hygiene, ein von UNICEF ins Leben gerufene Konzept. Es ist gleichzeitig eine einprägsame Erinnerung daran, dass saubere Hände, hygienische Standards und unbelastete Umgebungen der Schlüssel zu einem gesunden Leben und Wohlbefinden sind. Die Botschaft und Forderungen von WASH sind klar und deutlich: Sauberes Wasser, sanitäre Einrichtungen und die Verfügbarkeit von Seife und Wasser zum Waschen, alltägliche Grundlagen unseres Lebens. Was wie eine einfache Botschaft und Alltag für die meisten von uns klingt, ist für andere oft nur schwer zu erreichen, da die notwendige Infrastruktur und benötigte Einrichtungen und damit auch das Nötigste eines gesunden und sicheren Alltags fehlen.

Obwohl Indonesien in den letzten Jahren ein positives Wirtschaftswachstum verzeichnet, ist es nicht ungewöhnlich, dass viele Gemeinden immer noch unter einem schlechten Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen leiden. Eine von UNICEF iniziierte Studie zu WASH in Indonesien zeigt, dass sanitäre Einrichtungen, wie beispielsweise Toiletten im privaten und öffentlichen Bereich sowie der Zugang zu sauberem Wasser, zentrale Treiber für das gesunde Wachstum von Kindern und deren kognitiven Entwicklung darstellen. Ein ungleicher Zugang zu diesen grundlegenden Leistungen kann das Wachstum und die Entwicklung eines Kindes negativ beeinträchtigen. UNICEF berichtet, dass Unterentwicklung von Kinder in Indonesien um das 1,4-fache wahrscheinlicher ist, wenn eine sichere Hygiene- und Sanitärversorgung in Gemeinden nicht gewährleistet ist. Dies führt zu starken intergenerationellen Unterschieden, die zu vielfältigen, zukünftigen Problemen führen können. Um faire Rahmenbedingungen für alle Kinder zu gewährleisten, müssen Gemeinden und Kinder über die Bedeutung von WASH und dessen Auswirkungen auf ein gesundes Leben und gesteigertes Wohlbefinden aufgeklärt werden.

Im Rahmen des Programms “Sekolah Sungai” (Schule am Fluss), arbeitet Project Child Indonesia (PCI) mit drei Gemeinden in Yogyakarta zusammen. Ziel ist es, Kinder durch projektbasiertes Lernen zu aktiven Akteuren des Wandels und Vorreiter für ihre Gemeinden auszubilden. Dazu unterstützt PCI die Kinder, Belastungen und Probleme ausgelöst durch schlechtes Wasser und mangelnde sanitäre Einrichtungen und Hygiene zu verringern, indem Lösungen und Verbesserungen für bestehende Missstände aufgezeigt und erarbeitet werden. Das von PCI vermittelte Wissen basiert auf den Grundlagen der drei Komponenten von WASH – Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene. Die Lektionen im Rahmen von WASH vermitteln den Kindern alltagsnahes Wissen und handfeste Fähigkeiten, die ihnen dabei helfen sollen, physisch, mental und sozial gesund heranwachsen zu können.

Im Detail werden folgende Inhalte vermittelt:

Wasser

Wasser ist überlebensnotwendig für jeden Menschen, was zum Problem wird, wenn in Gemeinden der Zugang zu “sicherem” Wasser nicht gegeben ist. Ist Wasser nicht sicher, weil es beispielsweise verunreinigt ist, kann es nicht ohne Bedenken genutzt oder gar getrunken werden, somit mangelt es den Menschen dort an einer der wichtigsten Lebensgrundlagen. Verunreinigungen können an der Quelle (z.B. in Flüssen oder Brunnen), während des Transports (z.B. in einem schmutzigen Eimer) oder zum Zeitpunkt des Verbrauchs (z.B. durch schmutzige Hände) auftreten. Um Wasser “sicher” zu machen, müssen Zugangs-, Verarbeitungs- und Speichermethoden auf lokale Bedürfnisse zugeschnitten werden, um den Menschen Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen.

Sanitärversorgung

Sanitäre Anlagen garantieren das sichere Sammeln und Entsorgen von menschlichen Abfällen. Dazu gehören grundlegende sanitäre Einrichtungen, wie beispielsweise Toiletten, aber auch Maßnahmen, die die Verunreinigung von öffentlichen Gewässern und Straßen verhindern. Ein Mangel an sanitären Einrichtungen kann zu ernsthaften Gesundheitsrisiken durch Fäkalien führen, die in die Umwelt gelangen und zur Verbreitung von Krankheiten wie Durchfall, Cholera und Ruhr beitragen. Darüber hinaus steigern sanitäre Anlagen das Sicherheits- und Selbstwertgefühl, insbesondere von Frauen und Kindern. Wenn “die Natur ruft”, ist ein sicherer und privater Ort erforderlich. Eine ordnungsgemäße Sanitärversorgung trennt die menschlichen Abfälle von öffentlichen Bereichen und garantiert so, dass andere Menschen nicht mit diesen in Berührung kommen. Infektionen und Krankheiten werden verhindert und Leben gerettet.

Hygiene

Bei Hygiene geht es in erster Linie um Maßnahmen, die ergriffen werden, um die Sauberkeit und Gesundheit von Menschen, Häusern, Schulen und Gemeinden zu gewährleisten. Eines der einfachsten und effektivsten Mittel ist das Händewaschen mit Seife, das die Übertragung von Bakterien und Viren einschränkt. Nur weil Keime nicht sichtbar sind, bedeutet das nicht, dass sie nicht existieren. Da kontaminierte Hände eine der Hauptursache für die Übertragung von Durchfall sind, ist es wichtig, Kinder, insbesondere aber auch Pflegekräfte, über die Bedeutung des Händewaschens aufzuklären.


WASH kann nur dann erfolgreich umgesetzt werden, wenn alle drei beschriebenen Komponenten in ihrem Zusammenhang betrachtet werden. Eines kann ohne die anderen nicht verwirklicht werden, genauso, wie Einzelpersonen, insbesondere Kinder, die Probleme nicht ohne Hilfe und gemeinschaftliche Zusammenarbeit überwinden können. Ein jeder innerhalb einer Gemeinschaft muss seinen Teil dazu beitragen. Auch wenn beispielsweise sauberes Wasser zur Zubereitung von Speisen verwendet wird: Wäscht die Person, die die Speisen zubereitet, nicht ihre Hände, kann das Essen mit lebensgefährdenden Bakterien verunreinigt werden, die über die Nahrung von der Gemeinschaft aufgenommen werden. Verunreinigen menschliche Abfälle öffentliche Plätze, an denen Kinder spielen, bringen die Kinder durch die Fäkalien übertragene Krankheitserreger mit nach Hause. Beide Beispiele zeigen eindrücklich, wie wichtig ein gemeinschaftliches Verständnis über den Zusammenhang von WASH ist.

Betrachtet man die Grundgedanken von WASH in Bezug auf die von der UNO aufgestellten Nachhaltigkeitsziele, wird die Bedeutung der drei Komponenten noch deutlicher. So beeinflussen diese das Erreichen von Nachhaltigkeitsziel 6 (sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen), Ziel 3 (gute Gesundheit und Wohlbefinden) und Ziel 13 (Klimaschutz) positiv. Durch den voranschreitenden Klimawandel und immer häufiger auftretende Naturkatastrophen werden Gesundheitsrisiken durch verunreinigte Lebensmittel und durch Wasser übertragene Krankheiten stetig erhöht. WASH sowie die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele und die damit einhergehende, verbesserte Bildung, Ernährung sowie Armutsbekämpfung leisten einen wichtigen Beitrag, um die Risiken einzudämmen.

Gesundheit ist eine Voraussetzung dafür, dass alles gedeiht – eine Chance, die jedes Kind verdient. Verunreinigtes Wasser sowie schlechte sanitäre Einrichtungen und Hygiene sollten heute kein Hindernis mehr darstellen, das Kinder in Indonesien und auf der ganzen Welt an einer gesunden Entwicklung hindert. WASH unterstützt die Armutsbekämpfung, das Wirtschaftswachstum und gesunde Ökosysteme, indem es zum sozialen Wohlbefinden, integrativen Wachstum und nachhaltigen Lebensgrundlagen beiträgt. PCI leistet mit dem Programm “Sekolah Sungai” einen wichtigen Beitrag, um WASH in Gemeinden erfolgreich umzusetzen und Kindern auch in benachteiligten Gemeinden ein gesundes Wachstum und Wohlbefinden zu ermöglichen.

References:

https://openknowledge.worldbank.org/bitstream/handle/10986/28505/W17018.pdf?sequence=1&isAllowed=y

https://www.unicef.org/indonesia/wes.html