Die Bedeutung von Zusammenarbeit im Non-Profit Bereich

Wir sind davon überzeugt, dass gute Zusammenarbeit eine alternativlose Notwendigkeit zur Steigerung von Effizienz und Effektivität darstellt. Diese ist erforderlich, um einen nachhaltigen Beitrag zu einer besseren Welt leisten zu können.

Bei der Betrachtung von Non-Profit Organisationen, insbesondere im Hinblick auf die Erreichung von Zielen oder der finanziellen Sicherheit, sind eine gute Zusammenarbeit und Partnerschaft der beste Weg, um Verbesserungen in den lokalen Gemeinden zu erreichen und damit zu einer besseren Welt beizutragen. Auch wenn es für die Organisationen besondere Gründe für eine Zusammenarbeit gibt, stellt Forbes fest, dass sich deren Ziele ähneln. So werden oftmals Kostenersparnis, Ausbau von Programmen, organisatorische Effizienz und Effektivität, verbesserter Service oder der Einbezug von Führungskompetenzen genannt.

Kostenersparnis

Der größte Nutzen einer Zusammenarbeit mit anderen Non-Profit Organisation besteht in der, massiven Einsparung von Kosten, insbesondere in administrativen Bereichen. Zwei Organisationen können sich gegenseitig unterstützen, indem sie ihre Ausgaben, z.B. für Trainings, Seminarräume, Büromaterial aufteilen.

Ausbau von Programmen

Zusammenarbeit ermöglicht es den Organisationen ihre Programme zu erweitern, indem neue Programme erstellt, oder vorhandene Programme kombiniert und ausgebaut werden können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, auf eine größere Auswahl an Ressourcen und Tools zurückzugreifen, mit denen Programme zu geringeren Kosten realisierbar sind. So können die Organisationen ihre Kapazitäten erweitern und mehr Nutzen aus den durchgeführten Programmen ziehen. Ein weiterer Vorteil der Zusammenarbeit besteht zudem in der steigenden Bekanntheit der Marke. Als Bestandteil einer Werbestrategie, beispielsweise mithilfe von Social Media oder Webseiten haben die Organisation einen verbesserten Zugang zu größeren Netzwerken und potentiellen Partnern.

So arbeitet auch Project Child mit vielen Partnern zusammen, um die verschiedenen Programme zu fördern und auszubauen. Anstatt alleine zu arbeiten können wir durch die regelmäßige Zusammenarbeit mit unabhängigen Organisationen bedeutend mehr erreichen. Im November 2018 beispielsweise, führte Project Child in Zusammenarbeit mit den Semua Murid Semua Guru (SMSG) eine Diskussion über die Bedeutung der Bildungsbewegung in Indonesien, um die Idee des Freiwilligendienstes für junge Menschen zu fördern.

Organisatorische Effizienz und Effektivität

Eine erhöhte Effizienz und Effektivität sind weitere Vorteile in der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen. Eine höhere Effizienz ermöglicht es den Organisationen ihre Ziele schneller zu erreichen. Durch eine höhere Effektivität können Ziele hingegen umfangreicher erfüllt werden.

Verbesserter Service

Die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen bietet nicht nur die Möglichkeit, Serviceleistungen zu verbessern, sondern auch Zugang zu neuen Tools und Ressourcen. So fokussiert sich eine Organisation beispielweise auf die berufliche Ausbildung, während eine andere Organisation die Obdachlosen in der Gemeinschaft unterstützt. Durch die Zusammenarbeit der Organisationen können nun unter anderem mehr Trainings für die berufliche Ausbildung vermittelt werden.

Einbezug von Führungskompetenzen

Ein weiteres Hauptanliegen der Zusammenarbeit zwischen Organisationen besteht darin, Kapazitäten zur Erweiterung der Führungsqualitäten auszubauen. Bündeln die Vorstände verschiedener Non-Profit Organisationen ihre Fähigkeiten, ihr Wissen und Expertise, so können sie die Entwicklung ihrer Organisationen erfolgreicher vorantreiben. Die Partnerschaft ermutigt zudem weitere Vorstände und Führungskräfte sich anzuschließen und ihre Organisationen damit ebenfalls weiterzuentwickeln.

Jede gemeinnützige Organisation setzt sich nicht nur dafür ein ihre Ziele zu erreichen, sondern ist darüber hinaus bestrebt, in großem Maße andere Menschen zu inspirieren. Das gelingt jedoch nicht ohne weiteres. Erst die Zusammenarbeit der Mitarbeiter verschiedener Organisationen und deren gebündelten Ressourcen machen eine Inspiration in großem Maße möglich. In dieser Hinsicht hat Project Child Indonesien das große Glück, viele Möglichkeiten für erfolgreiche Zusammenarbeiten und Partnerschaften zu haben. Dies geschieht beispielsweise in Form von Workshops, Recherchen, Hosting oder Großveranstaltungen zur Finanzierung.

Quellen:

Warum ein Bewusstsein für Mundhygiene besonders für Kinder wichtig ist

Der Gesundheitszustand der Zähne und des Mundes ist ein wichtiger Indikator für die Gesundheit des menschlichen Körpers. Unsere Zähne sind von essentieller Bedeutung für eine unbeschwerte Nahrungsaufnahme. Obwohl sich viele Menschen in Indonesien der wichtigen Rolle der Zähne bewusst sind, ist das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer gewissenhaften Mund- und Zahnpflege gering. Zahnerkrankungen wie zum Beispiel Karies oder Abszesse (geschwollenes Zahnfleisch) sind die Folge. Aktuellen Studien zufolge können Zahnfleischinfektionen im schlimmsten Fall zu Herzerkrankungen führen.

Nach den Ergebnissen der Gesundheitsforschung 2018 ist Indonesien mit 57,6% der Gesamtbevölkerung eines der Länder mit der höchsten Häufigkeit von Zahn- und Mundgesundheitsproblemen. Besonders schlimm ist dabei, dass 93% der an Karies erkrankten Menschen in Indonesien Kinder sind. Für die Kinder kann dies unter Umständen auch Folgen in der Zukunft haben, sofern beispielsweise ihr Selbstbewusstsein durch Zahnerkrankungen beeinträchtigt wird. Aus diesem Grund wurde die Initiative „Frei von Karies 2030“ durch den indonesischen Gesundheitsminister, mit Unterstützung der Vereinigung der indonesischen Zahnärzte (PDGI), gegründet. Im Zuge der Initiative werden die Kinder in den Schulen für die Bedeutung der Mundgesundheit sensibilisiert. Eine Versiegelung der Zähne mit Fluorid soll darüber hinaus das Kariesrisiko verringern.

„Der Prozentsatz der Kinder in Indonesien, die im Jahr 2018 unter Zahnerkrankungen litten betrug 64%. Davon hatten 41% mit erheblichen bis starken Schmerzen zu kämpfen. Dieses Problem kann dabei einen großen Einfluss auf die schulischen Aktivitäten der Kinder nehmen.“

Dr. Ratu Mirah, Abteilungsleiter für Gesundheit und Wohlbefinden in der Unilever Indonesia Foundation

Im Vergleich zu Kindern, die gesunde Zähne besitzen, leiden Kinder mit Mundgesundheitsproblemen tendenziell unter mangelndem Selbstbewusstsein, haben Schwierigkeiten Kontakte zu knüpfen und vermeiden es, im schlimmsten Fall, zu lächeln oder gar zu lachen.

Zahn- und Munderkrankungen von Kindern sind zu einer ernsthaften Herausforderung geworden, die es nicht zu unterschätzen gilt. Ist die Erkrankung mit Schmerzen verbunden, so verringert dies oftmals nicht nur die schulische Produktivität der Kinder, sondern führt auch zu Appetitlosigkeit, die sich negativ auf das Wachstum der Kinder auswirken kann. Vorbeugende Maßnahmen der Eltern, z.B. der regelmäßige Kontrollbesuch bei einem Zahnarzt sind eher die Ausnahme. Daher ist es besonders wichtig, den Kindern die Bedeutung von Mundhygiene zu erklären. Um das Bewusstsein der Menschen in Indonesien in Bezug auf die Zahngesundheit zu verbessern ist neben den Initiativen der kommunalen Gesundheitszentren und UKS (Usaha Kesehatan Sekolah) auch ein Engagement lokaler Regierungen und die Einbeziehung von NGOs, die auch in abgelegenen Orten aktiv sind, notwendig.

Dies hat Project Child dazu veranlasst, Maßnahmen zu ergreifen um die „Frei von Karies 2030“ Initiative des indonesischen Gesundheitsministeriums zu unterstützen. Im August 2019 wurden daher im Rahmen der Flussschule des Sungai Gajah Wong kostenlose zahnärztliche Untersuchungen durchgeführt. Darüber hinaus hatten die am Fluss wohnenden Eltern und ihre Kinder die Möglichkeit, sich von den Zahnärzten der Opal Zahnklinik beraten zu lassen. Während der zahnärztlichen Untersuchungen wurden bei ca. 20 Eltern und Kindern Zahnerkrankungen wie beispielsweise Karies festgestellt. Somit konnte Project Child einen wichtigen Beitrag zu einem erhöhten Bewusstsein für die Notwendigkeit der Mundhygiene leisten. In Zukunft werden die Eltern darauf achten, dass ihre Kinder nicht nur regelmäßig Zähne putzen, sondern darüber hinaus auch den Konsum von zuckerhaltigen Getränken und Süßigkeiten reduzieren. Mögliche Zahnerkrankungen der Kinder und damit verbundene Nachteile in ihrer Entwicklung können somit bereits im Vorfeld verhindert werden.

Quellen:

Die Sicherstellung einheitlicher Wasserqualität gemäß dem Umwelt- und Gesundheitswesen

Die komplexen Wasserprobleme in Yogyakarta erfordert weiterhin Maßnahmen, welche die Lokalregierung, Gemeinden, sowie in Regierungsprojekte involvierte Gruppen miteinbeziehen. So identifizierte einer der führenden Forscher der Pusat Penelitian Limnologi Lembaga Ilmu Pengetahuan (LIPI) den ungebremsten Bau von Hotels und Wohnungen, den mangelhaften Bodenschutz, sowie die veränderte Landnutzung als Hauptgründe für die Wasserkrise in Yogyakarta. Zusätzlich tragen Haushaltsmüll und Großunternehmen mit hohem Wasserverbrauch zu einer zunehmenden Verschmutzung von sauberem Trinkwasser bei.

Die Schaffung eines Bewusstseins für Wasser als ein für den Menschen lebensnotwendiges Element wurde zu einem der Hauptgründe für den Aufbau des Trinkwasserprogramms. Seit 2016 hat Project Child dieses Programm an mehreren Schulen erfolgreich durchgeführt und damit zur Erreichung des sechsten Sustainable Development Goal (SDG), dem Ziel der Sicherstellung der universellen Verfügbarkeit von sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen, beigetragen. Darüber hinaus konnte Project Child im Juli 2019 das Trinkwasserprogramm an fünf neuen Partnerschulen (Cokrokusuman Grundschule, Sayidan Grundschule, Karangmulyo Grundschule, Ngupasan Grundschule, Wirosaban Grundschule) mit weiteren 22 Vertretern von Partnerschulen, sowie 3 Vertretern des Bildungs- und Kulturwesens durchführen.

Mit dem Trinkwasserprogramm wird der Zugang der Kinder zu angemessenem Trinkwasser verbessert. Außerdem liefert das Programm Informationen zur Sicherstellung der einheitlichen Wasserqualität gemäß den im Folgenden aufgeführten Anforderungen des Gesundheits- und Umweltwesens:

Physische Anforderungen:

  • Wasser muss sauber sein – die Trübung im Wasser entsteht durch die Verteilung feinster Sandgranulate
  • Wasser ist farblos und frei von gesundheitsschädlichen Stoffen
  • Wasser ist geschmacksneutral – salziges, süßes oder bitteres Wasser, ist ein Anzeichen dafür, dass dieses nicht zum Trinken geeignet ist
  • Wasser ist geruchslos – Gerüche deuten auf die Zersetzung organischer Substanzen durch Mikroorganismen im Wasser hin
  • Wasser hat normale Temperaturen – sich auflösende Chemikalien können das Wasser erhitzen und zu Gesundheitsproblemen führen.
  • Gelöste Feststoffe (TDS) übersteigen für sauberes Wasser nicht den Wert von 1000, bzw. 100 für Trinkwasser

Chemische Anforderungen:

  • Um Wasser bedenkenlos trinken zu können, muss der pH-Wert auf einer Skala von 6 bis 8 liegen. Der Säuregehalt im Wasser wird im Allgemeinen durch die Aufnahme von CO2 gebildet.
  • Wasser mit einem Eisengehalt von mehr als 0,1 mg, erkennbar durch gelb gefärbtes, nach Metall schmeckendem Wasser, stellt ein Gesundheitsrisiko für den menschlichen Körper dar.
  • Die Wasserhärte wird durch den Gehalt von Sulfat, Carbonat, Chlorid, Nitrat, Magnesium, Calcium, Eisen oder Aluminium im Wasser bestimmt. Eine Wasserhärte von 500 mg / l sollte nicht überschritten werden, um die Bildung von weißen Krusten auf Küchengeräten, Korrosion in den Wasserleitungen und Magenprobleme zu vermeiden.
  • Für die Wasserverschmutzung mit Nitrat und Nitrit ist hauptsächlich die Boden- und Pflanzendüngung verantwortlich. Übermäßige Mengen von Nitrat und Nitrit im Wasser können den Sauerstofffluss im Körper blockieren.
  • Wasserverschmutzung, die üblicherweise durch Blei verursacht wird, birgt große Gefahren für Nieren, Leber, Gehirn und kann im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Biologische Anforderungen:

  • Das Trinkwasser darf nicht mit Kolibakterien kontaminiert sein. Diese Bakterien verursachen Verdauungsstörungen, zum Beispiel durch Durchfall und Erbrechen.
  • Es gibt aber auch andere Coliforme, die vermieden werden müssen. So können Salmonellen, die gefährliche Infektionskrankheit Typhus auslösen. Durch bestimmte Symptome gekennzeichnet wie Fieber, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen und vermindertem Appetit, sowie verschiedene Verdauungsstörungen, kann diese Krankheit unbehandelt zum Tod führen.

Durchführbarkeitstests für sauberes Wasser gemäß der Norm der Gesundheits- und Umweltwesen sind erforderlich, da jedes Individuum das Recht auf Zugang zu sauberem Trinkwasser hat, welches gesundheitlich unbedenklich ist. Die Etablierung des Trinkwasserprogramms ist ein Engagement, mit dem Project Child zur Erreichung der Sustainable Development Goals beitragen möchte. Gleichzeitig wird das Bewusstsein der Menschen dafür geschärft, täglich vorbeugende Maßnahmen gegen die Wasserverschmutzung zu ergreifen, indem sie zum Beispiel ihre Abfälle nicht im Fluss entsorgen oder Wasser effizienter nutzen.  

Quellen:

WASH – der Schlüssel zu einem gesunden Leben

written by Alice Pidgeon


Sauberes Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene sollten kein Privileg sein. Es sind einige der grundlegendsten Anforderungen der menschliche Gesundheit, und alle Länder tragen die Verantwortung dafür, dass jeder Zugang zu ihnen hat

– Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Director-General, World Health Organization (WHO)

Der Mensch braucht Wasser, um zu überleben, Hygiene, um gesund zu sein, und sanitäre Einrichtungen, um in einer sicheren Umgebung leben zu können. WASH ist das Akronym für Water And Sanitation Hygiene, ein von UNICEF ins Leben gerufene Konzept. Es ist gleichzeitig eine einprägsame Erinnerung daran, dass saubere Hände, hygienische Standards und unbelastete Umgebungen der Schlüssel zu einem gesunden Leben und Wohlbefinden sind. Die Botschaft und Forderungen von WASH sind klar und deutlich: Sauberes Wasser, sanitäre Einrichtungen und die Verfügbarkeit von Seife und Wasser zum Waschen, alltägliche Grundlagen unseres Lebens. Was wie eine einfache Botschaft und Alltag für die meisten von uns klingt, ist für andere oft nur schwer zu erreichen, da die notwendige Infrastruktur und benötigte Einrichtungen und damit auch das Nötigste eines gesunden und sicheren Alltags fehlen.

Obwohl Indonesien in den letzten Jahren ein positives Wirtschaftswachstum verzeichnet, ist es nicht ungewöhnlich, dass viele Gemeinden immer noch unter einem schlechten Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen leiden. Eine von UNICEF iniziierte Studie zu WASH in Indonesien zeigt, dass sanitäre Einrichtungen, wie beispielsweise Toiletten im privaten und öffentlichen Bereich sowie der Zugang zu sauberem Wasser, zentrale Treiber für das gesunde Wachstum von Kindern und deren kognitiven Entwicklung darstellen. Ein ungleicher Zugang zu diesen grundlegenden Leistungen kann das Wachstum und die Entwicklung eines Kindes negativ beeinträchtigen. UNICEF berichtet, dass Unterentwicklung von Kinder in Indonesien um das 1,4-fache wahrscheinlicher ist, wenn eine sichere Hygiene- und Sanitärversorgung in Gemeinden nicht gewährleistet ist. Dies führt zu starken intergenerationellen Unterschieden, die zu vielfältigen, zukünftigen Problemen führen können. Um faire Rahmenbedingungen für alle Kinder zu gewährleisten, müssen Gemeinden und Kinder über die Bedeutung von WASH und dessen Auswirkungen auf ein gesundes Leben und gesteigertes Wohlbefinden aufgeklärt werden.

Im Rahmen des Programms “Sekolah Sungai” (Schule am Fluss), arbeitet Project Child Indonesia (PCI) mit drei Gemeinden in Yogyakarta zusammen. Ziel ist es, Kinder durch projektbasiertes Lernen zu aktiven Akteuren des Wandels und Vorreiter für ihre Gemeinden auszubilden. Dazu unterstützt PCI die Kinder, Belastungen und Probleme ausgelöst durch schlechtes Wasser und mangelnde sanitäre Einrichtungen und Hygiene zu verringern, indem Lösungen und Verbesserungen für bestehende Missstände aufgezeigt und erarbeitet werden. Das von PCI vermittelte Wissen basiert auf den Grundlagen der drei Komponenten von WASH – Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene. Die Lektionen im Rahmen von WASH vermitteln den Kindern alltagsnahes Wissen und handfeste Fähigkeiten, die ihnen dabei helfen sollen, physisch, mental und sozial gesund heranwachsen zu können.

Im Detail werden folgende Inhalte vermittelt:

Wasser

Wasser ist überlebensnotwendig für jeden Menschen, was zum Problem wird, wenn in Gemeinden der Zugang zu “sicherem” Wasser nicht gegeben ist. Ist Wasser nicht sicher, weil es beispielsweise verunreinigt ist, kann es nicht ohne Bedenken genutzt oder gar getrunken werden, somit mangelt es den Menschen dort an einer der wichtigsten Lebensgrundlagen. Verunreinigungen können an der Quelle (z.B. in Flüssen oder Brunnen), während des Transports (z.B. in einem schmutzigen Eimer) oder zum Zeitpunkt des Verbrauchs (z.B. durch schmutzige Hände) auftreten. Um Wasser “sicher” zu machen, müssen Zugangs-, Verarbeitungs- und Speichermethoden auf lokale Bedürfnisse zugeschnitten werden, um den Menschen Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen.

Sanitärversorgung

Sanitäre Anlagen garantieren das sichere Sammeln und Entsorgen von menschlichen Abfällen. Dazu gehören grundlegende sanitäre Einrichtungen, wie beispielsweise Toiletten, aber auch Maßnahmen, die die Verunreinigung von öffentlichen Gewässern und Straßen verhindern. Ein Mangel an sanitären Einrichtungen kann zu ernsthaften Gesundheitsrisiken durch Fäkalien führen, die in die Umwelt gelangen und zur Verbreitung von Krankheiten wie Durchfall, Cholera und Ruhr beitragen. Darüber hinaus steigern sanitäre Anlagen das Sicherheits- und Selbstwertgefühl, insbesondere von Frauen und Kindern. Wenn “die Natur ruft”, ist ein sicherer und privater Ort erforderlich. Eine ordnungsgemäße Sanitärversorgung trennt die menschlichen Abfälle von öffentlichen Bereichen und garantiert so, dass andere Menschen nicht mit diesen in Berührung kommen. Infektionen und Krankheiten werden verhindert und Leben gerettet.

Hygiene

Bei Hygiene geht es in erster Linie um Maßnahmen, die ergriffen werden, um die Sauberkeit und Gesundheit von Menschen, Häusern, Schulen und Gemeinden zu gewährleisten. Eines der einfachsten und effektivsten Mittel ist das Händewaschen mit Seife, das die Übertragung von Bakterien und Viren einschränkt. Nur weil Keime nicht sichtbar sind, bedeutet das nicht, dass sie nicht existieren. Da kontaminierte Hände eine der Hauptursache für die Übertragung von Durchfall sind, ist es wichtig, Kinder, insbesondere aber auch Pflegekräfte, über die Bedeutung des Händewaschens aufzuklären.


WASH kann nur dann erfolgreich umgesetzt werden, wenn alle drei beschriebenen Komponenten in ihrem Zusammenhang betrachtet werden. Eines kann ohne die anderen nicht verwirklicht werden, genauso, wie Einzelpersonen, insbesondere Kinder, die Probleme nicht ohne Hilfe und gemeinschaftliche Zusammenarbeit überwinden können. Ein jeder innerhalb einer Gemeinschaft muss seinen Teil dazu beitragen. Auch wenn beispielsweise sauberes Wasser zur Zubereitung von Speisen verwendet wird: Wäscht die Person, die die Speisen zubereitet, nicht ihre Hände, kann das Essen mit lebensgefährdenden Bakterien verunreinigt werden, die über die Nahrung von der Gemeinschaft aufgenommen werden. Verunreinigen menschliche Abfälle öffentliche Plätze, an denen Kinder spielen, bringen die Kinder durch die Fäkalien übertragene Krankheitserreger mit nach Hause. Beide Beispiele zeigen eindrücklich, wie wichtig ein gemeinschaftliches Verständnis über den Zusammenhang von WASH ist.

Betrachtet man die Grundgedanken von WASH in Bezug auf die von der UNO aufgestellten Nachhaltigkeitsziele, wird die Bedeutung der drei Komponenten noch deutlicher. So beeinflussen diese das Erreichen von Nachhaltigkeitsziel 6 (sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen), Ziel 3 (gute Gesundheit und Wohlbefinden) und Ziel 13 (Klimaschutz) positiv. Durch den voranschreitenden Klimawandel und immer häufiger auftretende Naturkatastrophen werden Gesundheitsrisiken durch verunreinigte Lebensmittel und durch Wasser übertragene Krankheiten stetig erhöht. WASH sowie die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele und die damit einhergehende, verbesserte Bildung, Ernährung sowie Armutsbekämpfung leisten einen wichtigen Beitrag, um die Risiken einzudämmen.

Gesundheit ist eine Voraussetzung dafür, dass alles gedeiht – eine Chance, die jedes Kind verdient. Verunreinigtes Wasser sowie schlechte sanitäre Einrichtungen und Hygiene sollten heute kein Hindernis mehr darstellen, das Kinder in Indonesien und auf der ganzen Welt an einer gesunden Entwicklung hindert. WASH unterstützt die Armutsbekämpfung, das Wirtschaftswachstum und gesunde Ökosysteme, indem es zum sozialen Wohlbefinden, integrativen Wachstum und nachhaltigen Lebensgrundlagen beiträgt. PCI leistet mit dem Programm “Sekolah Sungai” einen wichtigen Beitrag, um WASH in Gemeinden erfolgreich umzusetzen und Kindern auch in benachteiligten Gemeinden ein gesundes Wachstum und Wohlbefinden zu ermöglichen.

References:

https://openknowledge.worldbank.org/bitstream/handle/10986/28505/W17018.pdf?sequence=1&isAllowed=y

https://www.unicef.org/indonesia/wes.html

Freiwilligenarbeit von Jugendlichen unterstützt Ziele der nachhaltigen Entwicklung

By: Felice Valeria, Content Writer Intern Project Child Indonesia


Wir können nicht immer die Zukunft für unsere Jugend gestalten, aber wir können immer unsere Jugend auf die Zukunft vorbereiten.

– Franklin D. Roosevelt

Nach Angaben der Vereinten Nationen (UNO) leben aktuell 1,8 Millionen Menschen im Alter zwischen 10 und 24 Jahren auf unserer Welt. Diese sind die bisher größte Generation von Jugendlichen der Geschichte. Das macht mehr als deutlich, wie entscheidend ihre Rolle zur Anregung und Umsetzung von nachhaltigen Veränderungen und tiefgreifendem Wandel für unsere Zukunft ist. Auch der UNO ist bewusst, wie wichtig eine aktive Beteiligung der jungen Generation zur Erreichung der Ziele der nachhaltigen Entwicklung (engl. Sustainable Development Goals, kurz SDG) ist. Viele Länder, insbesondere Entwicklungs- und unterentwickelte Länder, stehen aufgrund von beispielsweise fehlendem Zugang zu Bildung und notwendiger Gesundheits- und Hygenieversorgung, vor großen Herausforderungen in Bezug auf die Erreichung der SDGs, was zu strukturellen sozio-ökonomischen Problemen führt. Entsprechend ist es ein Anliegen der UNO, das Engagement Jugendlicher bei der Lösung dieser Probleme zu unterstützen und insbesondere Freiwilligenarbeit junger Generationen zu fördern. Für die UNO werden Freiwilligengruppen durch ihren Beitrag zu einer der zentralen Interessensgruppen, um die selbstgesetzte Agenda für nachhaltige Entwicklung 2030 zu erreichen.

Freiwilligentätigkeit, die meist in gemeinnützigen Organisationen durchgeführt wird, hat einen nachhaltigen Einfluss auf alle beteiligten Interessengruppen, darunter nicht nur die gemeinnützige Organisation und begünstigten Empfänger, sondern auch die Jugendlichen selbst.  Die Organisationen profitieren von der Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Mission, von innovativen Ideen, verstärkter öffentlicher Aufmerksamkeit und einem gesteigerten Interesse neuer Unterstützer und Freiwilliger. Die Jugendlichen selbst bekommen die Möglichkeit, sich selbst zu entfalten, zu lernen und Verantwortung zu übernehmen. Sie verbessern Empathie, Selbstwertgefühl sowie die körperliche und geistige Gesundheit und erlernen neue soziale Fähigkeiten. Darüber hinaus bestehen eine Vielzahl an weiteren Möglichkeiten, kontinuierlich zu lernen und andere psychologische und intellektuelle Fähigkeiten zu entwickeln.

Auch hinsichtlich der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung von Ländern und Gemeinden kann der Freiwilligendienst einen wichtigen Beitrag leisten, Probleme, wie Armut oder mangelnde Bildung, Gesundheits- und Hygienestandards, zu lösen. Nach Statistiken des Internationalen Forums für Freiwilligenarbeit sind Länder und Gemeinden mit einem hohen Anteil an Freiwilligen in ihrer Entwicklung dynamischer und können den Hauptzielen der SDG besser entsprechen.

Auch wenn der Beitrag von Freiwilligenarbeit für eine nachhaltige Entwicklung und die Erreichung der SDGs für Gemeinden unbestreitbar ist, fehlt es oftmals an benötigter Unterstützung. Hinzu kommt, dass viele Jugendliche trotz der genannten Vorteile den eigenen Nutzen von Freiwilligenarbeit nicht erkennen. Die Gründe dafür sind oftmals auf unzureichende und schwer zugängliche Informationen, Zeitmangel oder mangelndes Interesse zurückzuführen. Da die Freiwilligenarbeit trotz ihrer Bedeutung nicht in die Agenda der UNO Millenniums-Entwicklungsziele (engl. Millennium Development Goals, kurz MDGs) aufgenommen wurde, mangelte es auch von UNO-Seite lange an der benötigten Unterstützung und Förderung, was sich nun geändert hat. Im Rahmen der Youth & SDGs 2030 – Kampagne zeigt die UNO Möglichkeiten auf, sich als Jugendlicher im Sinne der SDGs zu engagieren.

Es liegt nun einerseits an den Gemeinden, Freiwilligenarbeit von Jugendlichen aktiv zu fördern sowie an den Jugendlichen selbst, gegebene Chancen zu ergreifen und von den Vorteilen freiwilligen Engagements zu profitieren. So kann nicht nur ein entscheidender Beitrag zur Erreichung der SDGs geleistet, sondern darüber hinaus nachhaltig Gutes zur positiven Beeinflussung unserer Zukunft beigetragen werden.

Also, auf geht‘s junge Leute! Wartet nicht länger, lasst uns Freiwillige sein, um Hand in Hand die gesetzten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen!
Mehr zu den Möglichkeiten der Freiwilligenarbeit bei Project Child hier

Gut aufgestellt für das Zeitalter der Disruption

Written by: Ega Kusuma Ahimsa- Teaching-Learning Assessor Intern



What I try to focus on is not to try to stop the march of technological progress. Instead, I try to run faster. If Amazon knows you better than you know yourself, then the game is up.

Yuval Noah Harari

Ob Wissenschaft, Forschung oder Technologie – unser heutiger Stand geht inzwischen weit über das hinaus, was vor Jahrzehnten noch nicht einmal in Ansätzen vorstellbar war. Dieser rasante Fortschritt verändert unsere Welt nachhaltig und läutet eine neue Ära: Das Zeitalter der Disruption. Neue Technologien, wie Roboter, künstliche Intelligenz und Gentechnik in der Biotechnologie nehmen Einfluss auf nahezu alle Bereiche und Aspekte unseres Lebens. Eines der besten Beispiele dieser tiefgreifenden Veränderungsprozesse ist das Internet, das Menschen heute weltweit vernetzt und unbegrenzten Austausch von Wissen, unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsweisen sowie Kulturen ermöglicht. Das britische Magazine The Economist beschreibt mit ihrem Begriff “techlash” die Zeit, in der die Technologie die Oberhand über unser Leben übernimmt und daraus resultierende ökonomische, aber auch soziale, politische und kulturelle Folgen.

Neben vielen Vorteilen birgt das neue Zeitalter jedoch auch negative Auswirkungen. Es steht außer Frage, dass Technologie dazu gedacht ist, den Menschen zu unterstützen. Dennoch sorgt sie durch ihren Eingriff in unser gewohntes, gesellschaftliches Leben für tiefgreifende Veränderungen und Umbrüche, sogenannte Disruptionen. Auch Indonesien sieht sich aktuell mit diesen konfrontiert und ist in vielen Bereichen noch nicht ausreichend gut aufgestellt, um diese zu bewältigen, wie Ergebnisse des vom Weltwirtschaftsforum (WEF) veröffentlichen Global Competitiveness Reports zeigen.  Das WEF erhebt mit dem Global Competitiveness Index (GCI) eine Kennzahl, die die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Nationen bewertet. Dazu werden die drei Bereiche “Grundvoraussetzungen”, darunter Infrastruktur, Gesundheitswesen und Bildung, “Effizienzsteigernde Faktoren”, wie der technologischer Reifegrad und die Hochschulbildung sowie “Innovationsfaktoren” betrachtet. In der Auswertung aus den Jahren 2017/ 2018 belegt Indonesien unter 137 Ländern den 36. Platz. Im Vergleich zur vorhergehenden Auswertung konnte sich Indonesien um 5 Plätze verbessern, liegt aber dennoch hinter seinen Nachbarländern Thailand (32. Platz), Malaysia (23. Platz) und Singapur (3. Platz). Die Hauptursachen für das schlechte Abschneiden im nationalen Vergleich sind auf Schwächen im Gesundheits- und Grundschulwesen zurückzuführen, Grundvoraussetzungen gesellschaftlichen Wohlergehens. Vor allem im Bereich Lebenserwartung (Platz 101) und in Hinblick auf die Einschulungsraten (Platz 106) belegt Indonesien hintere Ränge. Auch die Qualität der Grundschulbildung wird mit Platz 47 schwach bewertet.

Ergänzend zum GCI veröffentlichte das WEF 2018 den Report “Future of Job”, in welchem zukünftig benötigte Fertig- und Fähigkeiten identifiziert wurden: komplexes Problemlösen, kritisches Denken, Kreativität, Personalführung, Gruppenarbeit, emotionale Intelligenz, Service-orientiertes Denken, Verhandlungsfähigkeit, kognitive Flexibilität, Urteilsvermögen und Entscheidungsfindung. Diese sollten frühzeitig in das Bildungssystem integriert werden, was jedoch in Indonesien derzeit nur in Teilen umgesetzt werden kann.  

Als Reaktion auf die Herausforderungen und gewachsenen Anforderungen im Bildungsbereich hat Project Child Indonesia (PCI) als Non-Government Organisation 2011 das Programm “Sekolah Sungai” (Schule am Fluss) initiiert. PCI nimmt sich dabei den Schwächen des aktuellen indonesischen Bildungsprogramms an. Idee hinter dem Konzept ist es, die Bildungsinfrastruktur sowie die Qualität der Lehre zu verbessern und den Lehrplan zu aktualisieren. Die bestehende, formelle Bildung soll ausgebaut und auf heutige Anforderungen ausgerichtet werden. In der “Sekolah Sungai” bietet PCI Kindern aus den in Flussnähe lebenden Gemeinden Kricak, Gadjah Wong und Code in Yogyakarta die Möglichkeit, wöchentliche am Unterricht teilzunehmen. Dabei setzt PCI die Methode des projektbasierten Lernens (PBL) ein, das an die lokalen Voraussetzungen der Gemeinden am Fluss angepasst wurde. Die Methodik soll Schüler auf die Herausforderungen des 21. Jahrhundert vorbereiten, indem am Beispiel realer Probleme durch analytische und praktische Fähigkeiten Lösungen erarbeitet werden. In der Regel ist ein konkretes Produkt oder eine Präsentation das Ergebnis des Projekts, an dem die Kinder unter Anleitung in einem zuvor definierten Zeitrahmen arbeiten. Darüber hinaus stärkt PBL den angebotenen Gemeinschaftsunterricht, indem alternative Bildung in Form  kritischen Denkens, Kreativität und Kommunikationsfähigkeiten ergänzend zum bestehenden Lehrplan vermittelt wird.

Die Sekolah Sungai in Gadjah Wong, kurz “SS Gadjah Wong”, gehört zu einer dieser Schulen am Fluss. Der Zugang zu Bildung über formelle Wege ist hier immer noch stark eingeschränkt, so auch die Lesefähigkeit und das Interesse an Literatur. Hinzu kommen schlechte sozial-ökonomische Bedingungen, was es den Menschen dort erschwert, grundlegende Fähigkeiten wie kritisches Denken, Kreativität und kognitive Flexibilität als Antwort auf die gestiegenen Anforderungen des 21. Jahrhunderts zu entwickeln.

Im Rahmen des insgesamt 10 wöchigen Programms wurden hintereinander die beiden Projekte “Public Places in Your Neighborhood”  sowie “Literacy Project” mit Schülern im Alter zwischen 6 und 14 Jahren umgesetzt. Unterstützt wurden die Kinder dabei von Sekolah Sungai Volontären. Der PBL-Ansatz zeigte bei beiden Projekten positive Auswirkungen auf die Entwicklung der Schüler. Diese wurden mutiger darin, sich selbst auszudrücken, kreativer und besser in der Zusammenarbeit mit anderen.

Im ersten Teil des Programms wurde die Aufmerksamkeit der Kinder auf die eigene Nachbarschaft und dort bestehenden Probleme gelenkt. Gemeinsam mit den Volontären machten die Schüler Beobachtungen an öffentlichen Plätzen, um Informationen über bestehende Probleme zu sammeln. Darauf basierend wurden mögliche Lösungen gemeinschaftlich entwickelt und diskutiert. Auch das “Literacy Project” wurde mit PBL umgesetzt. Ziel war es, das Interesse der Kinder in Bücher, Magazine und Comics zu stärken. Darüber hinaus wurde die eigene Kreativität geschult, indem gemeinsam mit Volontären eine Handlungsrahmen für eine eigene Geschichte entwickelt wurde, auf Basis dessen anschließend Kurzgeschichten, Comics und Bildergeschichten entstanden.

Beide Projekte haben gezeigt, dass PBL einen Ansatz darstellen kann, bestehende Lehrpläne auf die Anforderungen des Zeitalters der Disruption auszurichten und so das indonesische Bildungssystem langfristig und nachhaltig zu verbessern.


Bibliography

https://www.economist.com/news/2013/11/18/the-coming-tech-lash

https://www.quora.com/What-does-the-techlash-mean

https://www.weforum.org/reports/the-future-of-jobs-report-2018

https://www.weforum.org/reports/the-global-competitiveness-report-2017-2018

Schulkinder der Gemeinde in Code auf zum Dorf Pulesari, Turi

Das lange Warten auf den Ausflug einer der Schulprogramme von Project Child “Sekolah Sungai” hatte endlich ein Ende. Vergangenen Sonntag, den 9. Dezember, machten sich die Schulkinder der Gemeinde in Code auf zum Dorf Pulesari, Turi.  Die Reise war etwas, das schon lange geplant war. Als gemeinnützige Nichtregierungsorganisation ist es eine unserer Missionen, eine alternative Bildungsform für Kinder anzubieten, um unseren Glauben an eine flexible und unterhaltsame Lernumgebung umzusetzen. Leider bietet die formale Bildung in Indonesien bisher wenig Raum für Freizeitaktivitäten. Exkursionen wie solche haben sich als wichtige Notwendigkeit herausgestellt, um die Idee einer alternativen Ausbildung etablieren und anwenden zu können. Steine ​​und Erde sind hier und da ein angemessener Ersatz für Stift und Papier. Der Hauptzweck der Exkursion besteht jedoch darin, den Kindern eine Form der Belohnung für ihre Leistung, ihre Teilnahme und ihre immense Leidenschaft zu bieten, die sich aus den Projektaktivitäten ergeben haben.

Insgesamt 30 Kinder und 17 Freiwillige und Mitarbeiter nahmen an der Exkursion teil. Es war eine spannende und aufregende Erfahrung, als die Schüler lernten, wie man einen traditionellen Snack namens Nogosari zubereitet. Das Gericht, das aus Java stammt, wird aus der sogenannten Schlangenfrucht hergestellt, diese finden sich in großer Zahl auf den Plantagen in der Umgebung. Zu Beginn erklärten die Mütter von Desa Wisata Pulesari, wie der traditionelle Snack zubereitet wird, einschließlich der Hauptzutaten. Die Schüler waren sehr eifrig, etwas zu lernen, das sie selten oder noch nie zuvor gesehen haben. Die Schüler konnten dabei helfen, die Schlangenfrüchte zu schälen, den Teig herzustellen und den Teig mit Bananenblättern zu umwickeln. Somit hatten die Schüler die Möglichkeit in den Kochprozess eingebunden zu sein und hatten die Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Nach dem Kochkurs warteten die Kinder begeistert auf ein weiteres Highlight an diesem Tag, zu Fuß sollte die Flussstrecke erkundet werden. Ein paar Hindernisse, sollten den Ausflug noch interessanter gestalten. So konnten die Schüler  eine Hängebrücke überqueren, durch die Netze klettern und im Wasser spielen. Da Sicherheit bei der Wanderung zu unseren Hauptanliegen zählt, waren unsere Freiwilligen immer bereit, den Kindern zu helfen. Darüber hinaus wurden den Kindern alles über den Fluss, die Plantage, Vegetation und Tiere, die im Fluss leben erzählt, um den Kindern einen Einblick in das Leben hier  zu gewähren. Die Kinder verglichen den Fluss in ihrer Gemeinde mit dem Fluss in dieser Umgebung, denn ein weiteres unserer Anliegen war es den Kindern bewusst zu machen, wie ein Fluss eine sichere Umgebung sein kann, wenn er sauber und gut verwaltet wird.

Die Kinder konnten den Tag sehr genießen und haben dabei viel gelernt. Das alles wurde ermöglicht durch The Goods for Good, die den Ausflug in das Desa Wisata Pulesari mit ihrer großzügigen Spende möglich gemacht haben. Für die großzügige Spende möchten wir im Namen der Kinder und Project Child Indonesia unsere tiefste Dankbarkeit für die ununterbrochene Unterstützung und insbesondere für die Überraschung der Exkursionen aussprechen.

Besuch von SMSG: Zusammenarbeit ist der Schlüssel zur Bildungsbewegung

Semua Murid Semua Guru (SMSG) ist eine Bildungsorganisation, die sich auf Zusammenarbeit konzentriert und an sie glaubt. Die Gründerin von SMSG, Najeela Shihab, ist Pädagogin und Aktivistin für Bildung. Die Organisation konzentriert sich darauf zu zeigen, wie die Zusammenarbeit zwischen unabhängigen Gemeinschaften und Organisationen mehr Einfluss hat, als wenn die Gemeinschaften und Organisationen allein arbeiten würden. Gemeinsam können die Gemeinschaften eine größere Wirkung erzielen und ein besseres Netzwerk untereinander aufbauen.

Project Child Indonesien (PCI) gilt als eine der NGOs, die die Kollaborationsbewegung bereits in ihren Programmen etabliert haben. Insbesondere das Program “Sekolah Sungai”, das am längsten etablierte Programm in PCI. Es gibt eine Vielzahl von Kooperationen zwischen den Beteiligten: Gemeindemitglieder, Studenten, Freiwillige, nachhaltige Finanzierung und Beteiligung von Freiwilligen im Ausland.

Während der Besichtigung waren etwa 28 Schüler von “Sekolah Sungai” anwesend. Die Mitbegründerin von PCI, Surayah Ryha, und die Gründerin von SMSG, Najeela Shihab, diskutierten über die Bedeutung der Entwicklung von alternativer Bildung. Es gibt viele Gemeinschaften, die bereits an Bildungsbewegungen arbeiten, um die Agenda der Regierung zur Reform der Bildung zu unterstützen. Diese Organisationen, wie z.B. PCI, sind bereits in diese Bildungsbewegung eingebunden und entwickeln seit einiger Zeit nachhaltige Programme. Diese Bewegung ist etwas, das unter Bildungsaktivisten geteilt werden muss. Darüber hinaus waren die Vertreter von Medien aus ganz Indonesien vertreten, die sehr daran interessiert waren, die gute Nachricht zu verbreiten.

Nach diesem Besuch hat PCI die Möglichkeit, sich über die Ideen alternativer Bildung unter anderem mit der Gemeinschaft im Green Host Hotel auszutauschen und das Netzwerk zu erweitern, indem sie an der von SMSG initiierten Networking-Session teilnehmen. Der Besuch sollte einen Einblick in die Arbeit von PCI geben um in Zukunft eine Kooperationen zwischen SMSG und anderen Communities zu ermöglichen. Die Entwicklung der Gemeinde ist eine der möglichen Kooperationen der Gemeindemitglieder rund um die Standorte von “Sekolah Sungai”.

Mit Sicherheit wird es noch weitere positive Ergebnisse aus den Networking-Sitzungen mit SMSG und den Netzwerken innerhalb von SMSG geben. Mehr gute Nachrichten über alternative Bildungsbewegungen in Indonesien beispielsweise, um die Idee des Freiwilligendienstes und eine mögliche Zusammenarbeit mit mehr Gemeinschaften unter derselben Bewegung zu fördern. Vor allem aber der Aufbau besserer Netzwerke mit SMSG, Medien und anderen Communities innerhalb des SMSG-Netzes.

Pasar Mandiri – Sekolah Sungai Code

Am 3. November 2018 veranstaltete Project Child Indonesien einen Flohmarkt in der Schule in Code. Es ist eines der Ereignisse in “Sekolah Sungai” (ist indonesisch und steht für einer der Schulen in Gemeinden in flussnähe) auf welches sich die Gemeinden immer sehr freuen. Die Kinder von “Sekolah Sungai” in Code waren sehr aufgeregt und freuten sich den Flohmarkt gemeinsam vorzubereiten und an ihm teilzunehmen.

Die ursprüngliche Idee von dem Flohmarkt ist es die Ufergemeinden an dem Bildungsprozess für die Kinder in unserer “Sekolah Sungai” teilhaben zu lassen. In Pasar Mandiri bietet Project Child Indonesien gebrauchte Waren mit hoher Qualität und einem erschwinglichen Preis an. Die Preise reichen von 1.000 IDR bis 10.000 IDR. Diese Preisklasse ermöglicht es den Gemeinde Mitgliedern von Code, alle Dinge zu kaufen, die sie brauchen. Das Geld, welches auf dem Flohmarkt eingenommen wurde, fließt direkt in einen Bildungsausflug für die Schulkinder.

Die Kinder konnten während der Veranstaltung aktiv teilnehmen. Sie halfen die Kleidung, Taschen und Schuhe an die Gemeinde Mitglieder zu verkaufen, zu verhandeln und zu bewerben. Die Teilnahme der Kinder an solchen Veranstaltungen ist uns sehr wichtig, denn Projekt Child Indonesien hat unter anderem zum Ziel, das Bewusstsein für die Kinder zu schärfen, dass sie stets daran arbeiten müssen, ihre Träume zu verwirklichen. Die Kinder sollen den Verkaufsprozess und den Wert von Waren verstehen und sich für das einsetzen, was sie wollen. Zudem lernen sie, dass sie für ihre Bildungsreise, einige Anstrengungen unternehmen müssen, um sie umzusetzen. Im Gegensatz dürfen sie auch an der Entscheidung über die Reise, teilnehmen.
Die Veranstaltung fand in dem Zeitraum von 09.00 bis 12.00 Uhr statt und etwa 50 Personen kamen und nahmen an dem Flohmarkt teil.
Project Child möchte allen unseren freundlichen Spendern und Freiwilligen dafür danken, dass sie dieses Programm ermöglicht haben.

Storytelling-Event für Kinder in Indonesien

Am 28. Oktober 2018 wurde der Tag von “Sumpah Pemuda” (Zu Deutsch das Jugend Versprechen, welches am 28 Oktober 1928 von jungen, indonesischen Nationalisten verkündet wurde. Sie beriefen sich vor allem auf drei Ideale; ein Mutterland, eine Nation, eine Sprache) von Project Child Indonesien als Anlass genommen um ein Storytelling Event (“Satu Hari Mendongeng Anak Indonesia”) für die Kinder in einer der drei Gemeinden in flussnähe, in Gadjahwong, zu veranstalten. In Kooperation  mit DESA Developing Rural Area by Social Activities, Kita Beraksi, 1000 Guru Jogja sowie Yogyakarta Mengajar wurde das Event auf die Beine gestellt. Der Hintergrund zu diesem Event war es, mehr Bewusstsein zu schaffen wie wichtig das Thema Alphabetisierung ist. Mit einer Kombination von Storytelling und Spielen wurde den Kindern auf spielerische Art gezeigt, dass Bücher sehr spannend und interessant sein können.

Das Event fand von 9 Uhr bis 11:30 Uhr statt und wurde in zwei Teile aufgeteilt. Der erste Teil richtete sich auf Storytelling im allgemeinen, im zweiten Teil wurden die Kinder nach ihrer Altersgruppe eingeteilt um altersgerechte Bücher vorlesen zu können. Insgesamt nahmen 27 Kinder an dem Event teil, welche von Anfang aufmerksam zuhörten und sich von den Büchern in ihren Bann ziehen ließen.

Jeweils nach dem ersten und zweiten Teil wurden den Kindern fragen zu den Geschichten gestellt, die eifrig beantwortet wurden. Als Belohnung und Anregung erhielten die Kinder Preise in Form von Büchern und Lernutensilien.

Am Ende des Events rezitierten die Kinder und Freiwilligen im Geiste der Feier von “Sumpah Pemuda” das Jugend Versprechen. Anschließend erhielten die Kinder wiederverwendbare “Tumbler” (Becher), von einer unserer großzügigen Spender Travel Lover Yogyakarta. Project Child Indonesien ist überwältigt von der positiven Resonanz des Events und sehr dankbar, dass solch ein Event veranstaltet werden konnte. Der Dank gilt allen Beteiligten, welche an dem Event teilgenommen haben und es ermöglichten, den Kindern die wunderbare Welt von Büchern näher zu bringen. Das Event war ein voller Erfolg und schon jetzt freut sich Project Child Indonesien auf zukünftige Events solcher Art.