WASH – der Schlüssel zu einem gesunden Leben

written by Alice Pidgeon


Sauberes Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene sollten kein Privileg sein. Es sind einige der grundlegendsten Anforderungen der menschliche Gesundheit, und alle Länder tragen die Verantwortung dafür, dass jeder Zugang zu ihnen hat

– Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Director-General, World Health Organization (WHO)

Der Mensch braucht Wasser, um zu überleben, Hygiene, um gesund zu sein, und sanitäre Einrichtungen, um in einer sicheren Umgebung leben zu können. WASH ist das Akronym für Water And Sanitation Hygiene, ein von UNICEF ins Leben gerufene Konzept. Es ist gleichzeitig eine einprägsame Erinnerung daran, dass saubere Hände, hygienische Standards und unbelastete Umgebungen der Schlüssel zu einem gesunden Leben und Wohlbefinden sind. Die Botschaft und Forderungen von WASH sind klar und deutlich: Sauberes Wasser, sanitäre Einrichtungen und die Verfügbarkeit von Seife und Wasser zum Waschen, alltägliche Grundlagen unseres Lebens. Was wie eine einfache Botschaft und Alltag für die meisten von uns klingt, ist für andere oft nur schwer zu erreichen, da die notwendige Infrastruktur und benötigte Einrichtungen und damit auch das Nötigste eines gesunden und sicheren Alltags fehlen.

Obwohl Indonesien in den letzten Jahren ein positives Wirtschaftswachstum verzeichnet, ist es nicht ungewöhnlich, dass viele Gemeinden immer noch unter einem schlechten Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen leiden. Eine von UNICEF iniziierte Studie zu WASH in Indonesien zeigt, dass sanitäre Einrichtungen, wie beispielsweise Toiletten im privaten und öffentlichen Bereich sowie der Zugang zu sauberem Wasser, zentrale Treiber für das gesunde Wachstum von Kindern und deren kognitiven Entwicklung darstellen. Ein ungleicher Zugang zu diesen grundlegenden Leistungen kann das Wachstum und die Entwicklung eines Kindes negativ beeinträchtigen. UNICEF berichtet, dass Unterentwicklung von Kinder in Indonesien um das 1,4-fache wahrscheinlicher ist, wenn eine sichere Hygiene- und Sanitärversorgung in Gemeinden nicht gewährleistet ist. Dies führt zu starken intergenerationellen Unterschieden, die zu vielfältigen, zukünftigen Problemen führen können. Um faire Rahmenbedingungen für alle Kinder zu gewährleisten, müssen Gemeinden und Kinder über die Bedeutung von WASH und dessen Auswirkungen auf ein gesundes Leben und gesteigertes Wohlbefinden aufgeklärt werden.

Im Rahmen des Programms “Sekolah Sungai” (Schule am Fluss), arbeitet Project Child Indonesia (PCI) mit drei Gemeinden in Yogyakarta zusammen. Ziel ist es, Kinder durch projektbasiertes Lernen zu aktiven Akteuren des Wandels und Vorreiter für ihre Gemeinden auszubilden. Dazu unterstützt PCI die Kinder, Belastungen und Probleme ausgelöst durch schlechtes Wasser und mangelnde sanitäre Einrichtungen und Hygiene zu verringern, indem Lösungen und Verbesserungen für bestehende Missstände aufgezeigt und erarbeitet werden. Das von PCI vermittelte Wissen basiert auf den Grundlagen der drei Komponenten von WASH – Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene. Die Lektionen im Rahmen von WASH vermitteln den Kindern alltagsnahes Wissen und handfeste Fähigkeiten, die ihnen dabei helfen sollen, physisch, mental und sozial gesund heranwachsen zu können.

Im Detail werden folgende Inhalte vermittelt:

Wasser

Wasser ist überlebensnotwendig für jeden Menschen, was zum Problem wird, wenn in Gemeinden der Zugang zu “sicherem” Wasser nicht gegeben ist. Ist Wasser nicht sicher, weil es beispielsweise verunreinigt ist, kann es nicht ohne Bedenken genutzt oder gar getrunken werden, somit mangelt es den Menschen dort an einer der wichtigsten Lebensgrundlagen. Verunreinigungen können an der Quelle (z.B. in Flüssen oder Brunnen), während des Transports (z.B. in einem schmutzigen Eimer) oder zum Zeitpunkt des Verbrauchs (z.B. durch schmutzige Hände) auftreten. Um Wasser “sicher” zu machen, müssen Zugangs-, Verarbeitungs- und Speichermethoden auf lokale Bedürfnisse zugeschnitten werden, um den Menschen Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen.

Sanitärversorgung

Sanitäre Anlagen garantieren das sichere Sammeln und Entsorgen von menschlichen Abfällen. Dazu gehören grundlegende sanitäre Einrichtungen, wie beispielsweise Toiletten, aber auch Maßnahmen, die die Verunreinigung von öffentlichen Gewässern und Straßen verhindern. Ein Mangel an sanitären Einrichtungen kann zu ernsthaften Gesundheitsrisiken durch Fäkalien führen, die in die Umwelt gelangen und zur Verbreitung von Krankheiten wie Durchfall, Cholera und Ruhr beitragen. Darüber hinaus steigern sanitäre Anlagen das Sicherheits- und Selbstwertgefühl, insbesondere von Frauen und Kindern. Wenn “die Natur ruft”, ist ein sicherer und privater Ort erforderlich. Eine ordnungsgemäße Sanitärversorgung trennt die menschlichen Abfälle von öffentlichen Bereichen und garantiert so, dass andere Menschen nicht mit diesen in Berührung kommen. Infektionen und Krankheiten werden verhindert und Leben gerettet.

Hygiene

Bei Hygiene geht es in erster Linie um Maßnahmen, die ergriffen werden, um die Sauberkeit und Gesundheit von Menschen, Häusern, Schulen und Gemeinden zu gewährleisten. Eines der einfachsten und effektivsten Mittel ist das Händewaschen mit Seife, das die Übertragung von Bakterien und Viren einschränkt. Nur weil Keime nicht sichtbar sind, bedeutet das nicht, dass sie nicht existieren. Da kontaminierte Hände eine der Hauptursache für die Übertragung von Durchfall sind, ist es wichtig, Kinder, insbesondere aber auch Pflegekräfte, über die Bedeutung des Händewaschens aufzuklären.


WASH kann nur dann erfolgreich umgesetzt werden, wenn alle drei beschriebenen Komponenten in ihrem Zusammenhang betrachtet werden. Eines kann ohne die anderen nicht verwirklicht werden, genauso, wie Einzelpersonen, insbesondere Kinder, die Probleme nicht ohne Hilfe und gemeinschaftliche Zusammenarbeit überwinden können. Ein jeder innerhalb einer Gemeinschaft muss seinen Teil dazu beitragen. Auch wenn beispielsweise sauberes Wasser zur Zubereitung von Speisen verwendet wird: Wäscht die Person, die die Speisen zubereitet, nicht ihre Hände, kann das Essen mit lebensgefährdenden Bakterien verunreinigt werden, die über die Nahrung von der Gemeinschaft aufgenommen werden. Verunreinigen menschliche Abfälle öffentliche Plätze, an denen Kinder spielen, bringen die Kinder durch die Fäkalien übertragene Krankheitserreger mit nach Hause. Beide Beispiele zeigen eindrücklich, wie wichtig ein gemeinschaftliches Verständnis über den Zusammenhang von WASH ist.

Betrachtet man die Grundgedanken von WASH in Bezug auf die von der UNO aufgestellten Nachhaltigkeitsziele, wird die Bedeutung der drei Komponenten noch deutlicher. So beeinflussen diese das Erreichen von Nachhaltigkeitsziel 6 (sauberes Wasser und sanitäre Einrichtungen), Ziel 3 (gute Gesundheit und Wohlbefinden) und Ziel 13 (Klimaschutz) positiv. Durch den voranschreitenden Klimawandel und immer häufiger auftretende Naturkatastrophen werden Gesundheitsrisiken durch verunreinigte Lebensmittel und durch Wasser übertragene Krankheiten stetig erhöht. WASH sowie die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele und die damit einhergehende, verbesserte Bildung, Ernährung sowie Armutsbekämpfung leisten einen wichtigen Beitrag, um die Risiken einzudämmen.

Gesundheit ist eine Voraussetzung dafür, dass alles gedeiht – eine Chance, die jedes Kind verdient. Verunreinigtes Wasser sowie schlechte sanitäre Einrichtungen und Hygiene sollten heute kein Hindernis mehr darstellen, das Kinder in Indonesien und auf der ganzen Welt an einer gesunden Entwicklung hindert. WASH unterstützt die Armutsbekämpfung, das Wirtschaftswachstum und gesunde Ökosysteme, indem es zum sozialen Wohlbefinden, integrativen Wachstum und nachhaltigen Lebensgrundlagen beiträgt. PCI leistet mit dem Programm “Sekolah Sungai” einen wichtigen Beitrag, um WASH in Gemeinden erfolgreich umzusetzen und Kindern auch in benachteiligten Gemeinden ein gesundes Wachstum und Wohlbefinden zu ermöglichen.

References:

https://openknowledge.worldbank.org/bitstream/handle/10986/28505/W17018.pdf?sequence=1&isAllowed=y

https://www.unicef.org/indonesia/wes.html

Freiwilligenarbeit von Jugendlichen unterstützt Ziele der nachhaltigen Entwicklung

By: Felice Valeria, Content Writer Intern Project Child Indonesia


Wir können nicht immer die Zukunft für unsere Jugend gestalten, aber wir können immer unsere Jugend auf die Zukunft vorbereiten.

– Franklin D. Roosevelt

Nach Angaben der Vereinten Nationen (UNO) leben aktuell 1,8 Millionen Menschen im Alter zwischen 10 und 24 Jahren auf unserer Welt. Diese sind die bisher größte Generation von Jugendlichen der Geschichte. Das macht mehr als deutlich, wie entscheidend ihre Rolle zur Anregung und Umsetzung von nachhaltigen Veränderungen und tiefgreifendem Wandel für unsere Zukunft ist. Auch der UNO ist bewusst, wie wichtig eine aktive Beteiligung der jungen Generation zur Erreichung der Ziele der nachhaltigen Entwicklung (engl. Sustainable Development Goals, kurz SDG) ist. Viele Länder, insbesondere Entwicklungs- und unterentwickelte Länder, stehen aufgrund von beispielsweise fehlendem Zugang zu Bildung und notwendiger Gesundheits- und Hygenieversorgung, vor großen Herausforderungen in Bezug auf die Erreichung der SDGs, was zu strukturellen sozio-ökonomischen Problemen führt. Entsprechend ist es ein Anliegen der UNO, das Engagement Jugendlicher bei der Lösung dieser Probleme zu unterstützen und insbesondere Freiwilligenarbeit junger Generationen zu fördern. Für die UNO werden Freiwilligengruppen durch ihren Beitrag zu einer der zentralen Interessensgruppen, um die selbstgesetzte Agenda für nachhaltige Entwicklung 2030 zu erreichen.

Freiwilligentätigkeit, die meist in gemeinnützigen Organisationen durchgeführt wird, hat einen nachhaltigen Einfluss auf alle beteiligten Interessengruppen, darunter nicht nur die gemeinnützige Organisation und begünstigten Empfänger, sondern auch die Jugendlichen selbst.  Die Organisationen profitieren von der Unterstützung bei der Umsetzung ihrer Mission, von innovativen Ideen, verstärkter öffentlicher Aufmerksamkeit und einem gesteigerten Interesse neuer Unterstützer und Freiwilliger. Die Jugendlichen selbst bekommen die Möglichkeit, sich selbst zu entfalten, zu lernen und Verantwortung zu übernehmen. Sie verbessern Empathie, Selbstwertgefühl sowie die körperliche und geistige Gesundheit und erlernen neue soziale Fähigkeiten. Darüber hinaus bestehen eine Vielzahl an weiteren Möglichkeiten, kontinuierlich zu lernen und andere psychologische und intellektuelle Fähigkeiten zu entwickeln.

Auch hinsichtlich der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung von Ländern und Gemeinden kann der Freiwilligendienst einen wichtigen Beitrag leisten, Probleme, wie Armut oder mangelnde Bildung, Gesundheits- und Hygienestandards, zu lösen. Nach Statistiken des Internationalen Forums für Freiwilligenarbeit sind Länder und Gemeinden mit einem hohen Anteil an Freiwilligen in ihrer Entwicklung dynamischer und können den Hauptzielen der SDG besser entsprechen.

Auch wenn der Beitrag von Freiwilligenarbeit für eine nachhaltige Entwicklung und die Erreichung der SDGs für Gemeinden unbestreitbar ist, fehlt es oftmals an benötigter Unterstützung. Hinzu kommt, dass viele Jugendliche trotz der genannten Vorteile den eigenen Nutzen von Freiwilligenarbeit nicht erkennen. Die Gründe dafür sind oftmals auf unzureichende und schwer zugängliche Informationen, Zeitmangel oder mangelndes Interesse zurückzuführen. Da die Freiwilligenarbeit trotz ihrer Bedeutung nicht in die Agenda der UNO Millenniums-Entwicklungsziele (engl. Millennium Development Goals, kurz MDGs) aufgenommen wurde, mangelte es auch von UNO-Seite lange an der benötigten Unterstützung und Förderung, was sich nun geändert hat. Im Rahmen der Youth & SDGs 2030 – Kampagne zeigt die UNO Möglichkeiten auf, sich als Jugendlicher im Sinne der SDGs zu engagieren.

Es liegt nun einerseits an den Gemeinden, Freiwilligenarbeit von Jugendlichen aktiv zu fördern sowie an den Jugendlichen selbst, gegebene Chancen zu ergreifen und von den Vorteilen freiwilligen Engagements zu profitieren. So kann nicht nur ein entscheidender Beitrag zur Erreichung der SDGs geleistet, sondern darüber hinaus nachhaltig Gutes zur positiven Beeinflussung unserer Zukunft beigetragen werden.

Also, auf geht‘s junge Leute! Wartet nicht länger, lasst uns Freiwillige sein, um Hand in Hand die gesetzten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen!
Mehr zu den Möglichkeiten der Freiwilligenarbeit bei Project Child hier

Gut aufgestellt für das Zeitalter der Disruption

Written by: Ega Kusuma Ahimsa- Teaching-Learning Assessor Intern



What I try to focus on is not to try to stop the march of technological progress. Instead, I try to run faster. If Amazon knows you better than you know yourself, then the game is up.

Yuval Noah Harari

Ob Wissenschaft, Forschung oder Technologie – unser heutiger Stand geht inzwischen weit über das hinaus, was vor Jahrzehnten noch nicht einmal in Ansätzen vorstellbar war. Dieser rasante Fortschritt verändert unsere Welt nachhaltig und läutet eine neue Ära: Das Zeitalter der Disruption. Neue Technologien, wie Roboter, künstliche Intelligenz und Gentechnik in der Biotechnologie nehmen Einfluss auf nahezu alle Bereiche und Aspekte unseres Lebens. Eines der besten Beispiele dieser tiefgreifenden Veränderungsprozesse ist das Internet, das Menschen heute weltweit vernetzt und unbegrenzten Austausch von Wissen, unterschiedlichen Lebens- und Arbeitsweisen sowie Kulturen ermöglicht. Das britische Magazine The Economist beschreibt mit ihrem Begriff “techlash” die Zeit, in der die Technologie die Oberhand über unser Leben übernimmt und daraus resultierende ökonomische, aber auch soziale, politische und kulturelle Folgen.

Neben vielen Vorteilen birgt das neue Zeitalter jedoch auch negative Auswirkungen. Es steht außer Frage, dass Technologie dazu gedacht ist, den Menschen zu unterstützen. Dennoch sorgt sie durch ihren Eingriff in unser gewohntes, gesellschaftliches Leben für tiefgreifende Veränderungen und Umbrüche, sogenannte Disruptionen. Auch Indonesien sieht sich aktuell mit diesen konfrontiert und ist in vielen Bereichen noch nicht ausreichend gut aufgestellt, um diese zu bewältigen, wie Ergebnisse des vom Weltwirtschaftsforum (WEF) veröffentlichen Global Competitiveness Reports zeigen.  Das WEF erhebt mit dem Global Competitiveness Index (GCI) eine Kennzahl, die die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Nationen bewertet. Dazu werden die drei Bereiche “Grundvoraussetzungen”, darunter Infrastruktur, Gesundheitswesen und Bildung, “Effizienzsteigernde Faktoren”, wie der technologischer Reifegrad und die Hochschulbildung sowie “Innovationsfaktoren” betrachtet. In der Auswertung aus den Jahren 2017/ 2018 belegt Indonesien unter 137 Ländern den 36. Platz. Im Vergleich zur vorhergehenden Auswertung konnte sich Indonesien um 5 Plätze verbessern, liegt aber dennoch hinter seinen Nachbarländern Thailand (32. Platz), Malaysia (23. Platz) und Singapur (3. Platz). Die Hauptursachen für das schlechte Abschneiden im nationalen Vergleich sind auf Schwächen im Gesundheits- und Grundschulwesen zurückzuführen, Grundvoraussetzungen gesellschaftlichen Wohlergehens. Vor allem im Bereich Lebenserwartung (Platz 101) und in Hinblick auf die Einschulungsraten (Platz 106) belegt Indonesien hintere Ränge. Auch die Qualität der Grundschulbildung wird mit Platz 47 schwach bewertet.

Ergänzend zum GCI veröffentlichte das WEF 2018 den Report “Future of Job”, in welchem zukünftig benötigte Fertig- und Fähigkeiten identifiziert wurden: komplexes Problemlösen, kritisches Denken, Kreativität, Personalführung, Gruppenarbeit, emotionale Intelligenz, Service-orientiertes Denken, Verhandlungsfähigkeit, kognitive Flexibilität, Urteilsvermögen und Entscheidungsfindung. Diese sollten frühzeitig in das Bildungssystem integriert werden, was jedoch in Indonesien derzeit nur in Teilen umgesetzt werden kann.  

Als Reaktion auf die Herausforderungen und gewachsenen Anforderungen im Bildungsbereich hat Project Child Indonesia (PCI) als Non-Government Organisation 2011 das Programm “Sekolah Sungai” (Schule am Fluss) initiiert. PCI nimmt sich dabei den Schwächen des aktuellen indonesischen Bildungsprogramms an. Idee hinter dem Konzept ist es, die Bildungsinfrastruktur sowie die Qualität der Lehre zu verbessern und den Lehrplan zu aktualisieren. Die bestehende, formelle Bildung soll ausgebaut und auf heutige Anforderungen ausgerichtet werden. In der “Sekolah Sungai” bietet PCI Kindern aus den in Flussnähe lebenden Gemeinden Kricak, Gadjah Wong und Code in Yogyakarta die Möglichkeit, wöchentliche am Unterricht teilzunehmen. Dabei setzt PCI die Methode des projektbasierten Lernens (PBL) ein, das an die lokalen Voraussetzungen der Gemeinden am Fluss angepasst wurde. Die Methodik soll Schüler auf die Herausforderungen des 21. Jahrhundert vorbereiten, indem am Beispiel realer Probleme durch analytische und praktische Fähigkeiten Lösungen erarbeitet werden. In der Regel ist ein konkretes Produkt oder eine Präsentation das Ergebnis des Projekts, an dem die Kinder unter Anleitung in einem zuvor definierten Zeitrahmen arbeiten. Darüber hinaus stärkt PBL den angebotenen Gemeinschaftsunterricht, indem alternative Bildung in Form  kritischen Denkens, Kreativität und Kommunikationsfähigkeiten ergänzend zum bestehenden Lehrplan vermittelt wird.

Die Sekolah Sungai in Gadjah Wong, kurz “SS Gadjah Wong”, gehört zu einer dieser Schulen am Fluss. Der Zugang zu Bildung über formelle Wege ist hier immer noch stark eingeschränkt, so auch die Lesefähigkeit und das Interesse an Literatur. Hinzu kommen schlechte sozial-ökonomische Bedingungen, was es den Menschen dort erschwert, grundlegende Fähigkeiten wie kritisches Denken, Kreativität und kognitive Flexibilität als Antwort auf die gestiegenen Anforderungen des 21. Jahrhunderts zu entwickeln.

Im Rahmen des insgesamt 10 wöchigen Programms wurden hintereinander die beiden Projekte “Public Places in Your Neighborhood”  sowie “Literacy Project” mit Schülern im Alter zwischen 6 und 14 Jahren umgesetzt. Unterstützt wurden die Kinder dabei von Sekolah Sungai Volontären. Der PBL-Ansatz zeigte bei beiden Projekten positive Auswirkungen auf die Entwicklung der Schüler. Diese wurden mutiger darin, sich selbst auszudrücken, kreativer und besser in der Zusammenarbeit mit anderen.

Im ersten Teil des Programms wurde die Aufmerksamkeit der Kinder auf die eigene Nachbarschaft und dort bestehenden Probleme gelenkt. Gemeinsam mit den Volontären machten die Schüler Beobachtungen an öffentlichen Plätzen, um Informationen über bestehende Probleme zu sammeln. Darauf basierend wurden mögliche Lösungen gemeinschaftlich entwickelt und diskutiert. Auch das “Literacy Project” wurde mit PBL umgesetzt. Ziel war es, das Interesse der Kinder in Bücher, Magazine und Comics zu stärken. Darüber hinaus wurde die eigene Kreativität geschult, indem gemeinsam mit Volontären eine Handlungsrahmen für eine eigene Geschichte entwickelt wurde, auf Basis dessen anschließend Kurzgeschichten, Comics und Bildergeschichten entstanden.

Beide Projekte haben gezeigt, dass PBL einen Ansatz darstellen kann, bestehende Lehrpläne auf die Anforderungen des Zeitalters der Disruption auszurichten und so das indonesische Bildungssystem langfristig und nachhaltig zu verbessern.


Bibliography

https://www.economist.com/news/2013/11/18/the-coming-tech-lash

https://www.quora.com/What-does-the-techlash-mean

https://www.weforum.org/reports/the-future-of-jobs-report-2018

https://www.weforum.org/reports/the-global-competitiveness-report-2017-2018

Schulkinder der Gemeinde in Code auf zum Dorf Pulesari, Turi

Das lange Warten auf den Ausflug einer der Schulprogramme von Project Child “Sekolah Sungai” hatte endlich ein Ende. Vergangenen Sonntag, den 9. Dezember, machten sich die Schulkinder der Gemeinde in Code auf zum Dorf Pulesari, Turi.  Die Reise war etwas, das schon lange geplant war. Als gemeinnützige Nichtregierungsorganisation ist es eine unserer Missionen, eine alternative Bildungsform für Kinder anzubieten, um unseren Glauben an eine flexible und unterhaltsame Lernumgebung umzusetzen. Leider bietet die formale Bildung in Indonesien bisher wenig Raum für Freizeitaktivitäten. Exkursionen wie solche haben sich als wichtige Notwendigkeit herausgestellt, um die Idee einer alternativen Ausbildung etablieren und anwenden zu können. Steine ​​und Erde sind hier und da ein angemessener Ersatz für Stift und Papier. Der Hauptzweck der Exkursion besteht jedoch darin, den Kindern eine Form der Belohnung für ihre Leistung, ihre Teilnahme und ihre immense Leidenschaft zu bieten, die sich aus den Projektaktivitäten ergeben haben.

Insgesamt 30 Kinder und 17 Freiwillige und Mitarbeiter nahmen an der Exkursion teil. Es war eine spannende und aufregende Erfahrung, als die Schüler lernten, wie man einen traditionellen Snack namens Nogosari zubereitet. Das Gericht, das aus Java stammt, wird aus der sogenannten Schlangenfrucht hergestellt, diese finden sich in großer Zahl auf den Plantagen in der Umgebung. Zu Beginn erklärten die Mütter von Desa Wisata Pulesari, wie der traditionelle Snack zubereitet wird, einschließlich der Hauptzutaten. Die Schüler waren sehr eifrig, etwas zu lernen, das sie selten oder noch nie zuvor gesehen haben. Die Schüler konnten dabei helfen, die Schlangenfrüchte zu schälen, den Teig herzustellen und den Teig mit Bananenblättern zu umwickeln. Somit hatten die Schüler die Möglichkeit in den Kochprozess eingebunden zu sein und hatten die Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Nach dem Kochkurs warteten die Kinder begeistert auf ein weiteres Highlight an diesem Tag, zu Fuß sollte die Flussstrecke erkundet werden. Ein paar Hindernisse, sollten den Ausflug noch interessanter gestalten. So konnten die Schüler  eine Hängebrücke überqueren, durch die Netze klettern und im Wasser spielen. Da Sicherheit bei der Wanderung zu unseren Hauptanliegen zählt, waren unsere Freiwilligen immer bereit, den Kindern zu helfen. Darüber hinaus wurden den Kindern alles über den Fluss, die Plantage, Vegetation und Tiere, die im Fluss leben erzählt, um den Kindern einen Einblick in das Leben hier  zu gewähren. Die Kinder verglichen den Fluss in ihrer Gemeinde mit dem Fluss in dieser Umgebung, denn ein weiteres unserer Anliegen war es den Kindern bewusst zu machen, wie ein Fluss eine sichere Umgebung sein kann, wenn er sauber und gut verwaltet wird.

Die Kinder konnten den Tag sehr genießen und haben dabei viel gelernt. Das alles wurde ermöglicht durch The Goods for Good, die den Ausflug in das Desa Wisata Pulesari mit ihrer großzügigen Spende möglich gemacht haben. Für die großzügige Spende möchten wir im Namen der Kinder und Project Child Indonesia unsere tiefste Dankbarkeit für die ununterbrochene Unterstützung und insbesondere für die Überraschung der Exkursionen aussprechen.

Besuch von SMSG: Zusammenarbeit ist der Schlüssel zur Bildungsbewegung

Semua Murid Semua Guru (SMSG) ist eine Bildungsorganisation, die sich auf Zusammenarbeit konzentriert und an sie glaubt. Die Gründerin von SMSG, Najeela Shihab, ist Pädagogin und Aktivistin für Bildung. Die Organisation konzentriert sich darauf zu zeigen, wie die Zusammenarbeit zwischen unabhängigen Gemeinschaften und Organisationen mehr Einfluss hat, als wenn die Gemeinschaften und Organisationen allein arbeiten würden. Gemeinsam können die Gemeinschaften eine größere Wirkung erzielen und ein besseres Netzwerk untereinander aufbauen.

Project Child Indonesien (PCI) gilt als eine der NGOs, die die Kollaborationsbewegung bereits in ihren Programmen etabliert haben. Insbesondere das Program “Sekolah Sungai”, das am längsten etablierte Programm in PCI. Es gibt eine Vielzahl von Kooperationen zwischen den Beteiligten: Gemeindemitglieder, Studenten, Freiwillige, nachhaltige Finanzierung und Beteiligung von Freiwilligen im Ausland.

Während der Besichtigung waren etwa 28 Schüler von “Sekolah Sungai” anwesend. Die Mitbegründerin von PCI, Surayah Ryha, und die Gründerin von SMSG, Najeela Shihab, diskutierten über die Bedeutung der Entwicklung von alternativer Bildung. Es gibt viele Gemeinschaften, die bereits an Bildungsbewegungen arbeiten, um die Agenda der Regierung zur Reform der Bildung zu unterstützen. Diese Organisationen, wie z.B. PCI, sind bereits in diese Bildungsbewegung eingebunden und entwickeln seit einiger Zeit nachhaltige Programme. Diese Bewegung ist etwas, das unter Bildungsaktivisten geteilt werden muss. Darüber hinaus waren die Vertreter von Medien aus ganz Indonesien vertreten, die sehr daran interessiert waren, die gute Nachricht zu verbreiten.

Nach diesem Besuch hat PCI die Möglichkeit, sich über die Ideen alternativer Bildung unter anderem mit der Gemeinschaft im Green Host Hotel auszutauschen und das Netzwerk zu erweitern, indem sie an der von SMSG initiierten Networking-Session teilnehmen. Der Besuch sollte einen Einblick in die Arbeit von PCI geben um in Zukunft eine Kooperationen zwischen SMSG und anderen Communities zu ermöglichen. Die Entwicklung der Gemeinde ist eine der möglichen Kooperationen der Gemeindemitglieder rund um die Standorte von “Sekolah Sungai”.

Mit Sicherheit wird es noch weitere positive Ergebnisse aus den Networking-Sitzungen mit SMSG und den Netzwerken innerhalb von SMSG geben. Mehr gute Nachrichten über alternative Bildungsbewegungen in Indonesien beispielsweise, um die Idee des Freiwilligendienstes und eine mögliche Zusammenarbeit mit mehr Gemeinschaften unter derselben Bewegung zu fördern. Vor allem aber der Aufbau besserer Netzwerke mit SMSG, Medien und anderen Communities innerhalb des SMSG-Netzes.

Pasar Mandiri – Sekolah Sungai Code

Am 3. November 2018 veranstaltete Project Child Indonesien einen Flohmarkt in der Schule in Code. Es ist eines der Ereignisse in “Sekolah Sungai” (ist indonesisch und steht für einer der Schulen in Gemeinden in flussnähe) auf welches sich die Gemeinden immer sehr freuen. Die Kinder von “Sekolah Sungai” in Code waren sehr aufgeregt und freuten sich den Flohmarkt gemeinsam vorzubereiten und an ihm teilzunehmen.

Die ursprüngliche Idee von dem Flohmarkt ist es die Ufergemeinden an dem Bildungsprozess für die Kinder in unserer “Sekolah Sungai” teilhaben zu lassen. In Pasar Mandiri bietet Project Child Indonesien gebrauchte Waren mit hoher Qualität und einem erschwinglichen Preis an. Die Preise reichen von 1.000 IDR bis 10.000 IDR. Diese Preisklasse ermöglicht es den Gemeinde Mitgliedern von Code, alle Dinge zu kaufen, die sie brauchen. Das Geld, welches auf dem Flohmarkt eingenommen wurde, fließt direkt in einen Bildungsausflug für die Schulkinder.

Die Kinder konnten während der Veranstaltung aktiv teilnehmen. Sie halfen die Kleidung, Taschen und Schuhe an die Gemeinde Mitglieder zu verkaufen, zu verhandeln und zu bewerben. Die Teilnahme der Kinder an solchen Veranstaltungen ist uns sehr wichtig, denn Projekt Child Indonesien hat unter anderem zum Ziel, das Bewusstsein für die Kinder zu schärfen, dass sie stets daran arbeiten müssen, ihre Träume zu verwirklichen. Die Kinder sollen den Verkaufsprozess und den Wert von Waren verstehen und sich für das einsetzen, was sie wollen. Zudem lernen sie, dass sie für ihre Bildungsreise, einige Anstrengungen unternehmen müssen, um sie umzusetzen. Im Gegensatz dürfen sie auch an der Entscheidung über die Reise, teilnehmen.
Die Veranstaltung fand in dem Zeitraum von 09.00 bis 12.00 Uhr statt und etwa 50 Personen kamen und nahmen an dem Flohmarkt teil.
Project Child möchte allen unseren freundlichen Spendern und Freiwilligen dafür danken, dass sie dieses Programm ermöglicht haben.

Storytelling-Event für Kinder in Indonesien

Am 28. Oktober 2018 wurde der Tag von “Sumpah Pemuda” (Zu Deutsch das Jugend Versprechen, welches am 28 Oktober 1928 von jungen, indonesischen Nationalisten verkündet wurde. Sie beriefen sich vor allem auf drei Ideale; ein Mutterland, eine Nation, eine Sprache) von Project Child Indonesien als Anlass genommen um ein Storytelling Event (“Satu Hari Mendongeng Anak Indonesia”) für die Kinder in einer der drei Gemeinden in flussnähe, in Gadjahwong, zu veranstalten. In Kooperation  mit DESA Developing Rural Area by Social Activities, Kita Beraksi, 1000 Guru Jogja sowie Yogyakarta Mengajar wurde das Event auf die Beine gestellt. Der Hintergrund zu diesem Event war es, mehr Bewusstsein zu schaffen wie wichtig das Thema Alphabetisierung ist. Mit einer Kombination von Storytelling und Spielen wurde den Kindern auf spielerische Art gezeigt, dass Bücher sehr spannend und interessant sein können.

Das Event fand von 9 Uhr bis 11:30 Uhr statt und wurde in zwei Teile aufgeteilt. Der erste Teil richtete sich auf Storytelling im allgemeinen, im zweiten Teil wurden die Kinder nach ihrer Altersgruppe eingeteilt um altersgerechte Bücher vorlesen zu können. Insgesamt nahmen 27 Kinder an dem Event teil, welche von Anfang aufmerksam zuhörten und sich von den Büchern in ihren Bann ziehen ließen.

Jeweils nach dem ersten und zweiten Teil wurden den Kindern fragen zu den Geschichten gestellt, die eifrig beantwortet wurden. Als Belohnung und Anregung erhielten die Kinder Preise in Form von Büchern und Lernutensilien.

Am Ende des Events rezitierten die Kinder und Freiwilligen im Geiste der Feier von “Sumpah Pemuda” das Jugend Versprechen. Anschließend erhielten die Kinder wiederverwendbare “Tumbler” (Becher), von einer unserer großzügigen Spender Travel Lover Yogyakarta. Project Child Indonesien ist überwältigt von der positiven Resonanz des Events und sehr dankbar, dass solch ein Event veranstaltet werden konnte. Der Dank gilt allen Beteiligten, welche an dem Event teilgenommen haben und es ermöglichten, den Kindern die wunderbare Welt von Büchern näher zu bringen. Das Event war ein voller Erfolg und schon jetzt freut sich Project Child Indonesien auf zukünftige Events solcher Art.

 

Allgemeine medizinische Untersuchungen 2018

Am 26. Oktober 2018 wurde von Project Child Indonesien ein Event, zur allgemeinen ärztlichen Untersuchung für die Kinder in einer der Gemeinden von Project Child, in Code, veranstaltet. Das Event sollte den Kindern mehr Bewusstsein über ihre Gesundheit verschaffen und ihnen die Grundlagen von einem gesunden Körper näher bringen. Initiiert wurde das Event von der australischen Kinderärztin, Frau Dr. Monika Tasoni. Während Ihres Aufenthaltes in Yogyakarta nahm Sie mit Project Child Indonesien Kontakt auf um auf freiwilligenbasis den Kindern in den Gemeinden zu helfen.

Nach Schulende wurde das Event zwischen 14 Uhr und 17:30 Uhr veranstaltet, an welchem 28 Kinder an der allgemeinen ärztlichen Untersuchung teilnahmen. Frau Dr. Monika Tasoni erhielt Unterstützung von zwei Medizinstudenten der Untiverstas Gadjah Mada Yogyakarta. Diese halfen vor allem bei kommunikativen Hürden. Die größten gesundheitlichen Defizite lagen in der Mundhygiene, doch auch hierauf war Frau Dr. Monika Tasoni gut mit Zahnbürsten und Zahnpasta vorbereitet. Die Kinder erhielten ihre eigenen neuen Zahnputz-Sets um im Anschluss zu lernen, wie sie ihre Zähne richtig putzen. Aufgrund von Frau Dr. Monika Tasoni waren die Kinder sehr energisch dabei mehr über die Wichtigkeit von Mundhygiene zu lernen.

Das Event wurde zudem von PPSMB Universitas Gadjah Mada sowie 10 erstsemester Studenten unterstützt, die dabei halfen die Kinder während der Wartezeiten zu beschäftigen. Diese steuerten zudem noch eine sehr großzügige Spende an Schreibmaterial für die Kinder bei.

Project Child Indonesien ist sehr dankbar für all die großzügigen Gesten, sowie für die Mithilfe aller Beteiligten, und hofft auf eine baldige Wiederholung eines solchen Events!

Our Ocean 2018 Conference

Projekt Child nahm an der „Our Ocean Conference“ (Unser Ozean Konferenz) am 29. und 30. Oktober 2018 in Bali teil. Das 2014 begonnene Hauptziel der „Our Ocean Conference“ besteht darin, Verpflichtungen zu schaffen und Maßnahmen zu ergreifen, um die Nachhaltigkeit unserer Ozeane zu erhalten.

Our Ocean Conference 2018“ versammelte Teilnehmer aus Ländern der gesamten Welt, um verschiedene Perspektiven unterschiedlicher Akteure aus dem Ozeanbereich sicherzustellen, einschließlich prominenter Persönlichkeiten aus verschiedenen Sektoren, die konkrete und umsetzbare Verpflichtungen zum Schutz der Ozeane beeinflussen werden.

Die Ozeane sind sehr wichtig für unsere Zukunft. Aufgrund der schädlichen menschlichen Aktivitäten sind die Ozeane jedoch stark gefährdet. Die Meeresverschmutzung, das Bleichen von Korallenriffen, die steigende Meerestemperatur und der unhaltbare Fischfang sind weiterhin ein Problem. Illegale Aktivitäten wie Menschenhandel beim Fischfang, Wildtier-Handel sowie Waffen- und Drogenschmuggel gefährden auch das Meer indirekt. Es ist unsere Wahl uns für ein gutes Erbe, welches wir für zukünftige Generationen hinterlassen werden, zu entscheiden. Daher wird das Thema „Unser Ozean, Unser Erbe“ ausgewählt, um unsere Verpflichtung zum Erhalt unserer Ozeane als Erbe für unsere Kinder und Enkelkinder zu reflektieren. Die Veranstaltung bestand aus Vollversammlungen, Ausstellungen und dem „Our Ocean, Our Legacy“ Jugendleiterschaftsgipfel. Während der Konferenz wurden die Teilnehmer ermutigt ihre Verpflichtungen bekannt zu geben, da sie maßgeblich zu den globalen Bemühungen zur Erhaltung der Gesundheit der Ozeane beitragen. Die Konferenz bezog sich auch auf Verpflichtungen der Vergangenheit und ermutigte neue Verpflichtungen und Partnerschaften einzugehen, welche mehrere Zielsetzungen erreichen.

Die 2018 „Our Ocean Conference“ konzentrierte sich auf sechs Bereiche: geschützte Meeresgebiete, Klimawandel, nachhaltige Fischerei, Meeresverschmutzung, nachhaltige blaue Wirtschaft und Sicherheit im Seeverkehr. Projekt Child nahm als einer der Teilnehmer der „Our Ocean Conference 2018“, mit der Bekämpfung der Meeresverschmutzung, teil.

Seit 2014 setzt sich Project Child aktiv gegen die Verwendung einzelner Kunststoffe ein. Dies wird hauptsächlich durch das Trinkwasserprogramm sowie durch andere Programme wie die Flussschule „Sekolah Sungai“ und die Strandschule „Sekolah Pantai“ umgesetzt. Durch Bildung trägt Project Child dazu bei, Plastikmüll zu reduzieren, welcher unseren Ozean bedroht. Außerdem wird dadurch Umweltbewusstsein für jüngere Generationen geschaffen, welche in Zukunft für den Schutz unseres Planeten verantwortlich sind.

Olympic Games

Als ein Zeichen der Wertschätzung veranstaltete Project Child ein besonderes Event für die Kinder, die regelmäßig die Open Class besuchten und im letzten Jahr eifrig ihr Wissen über Themen wie Meeresschutz, Plastikreduktion, Umweltverschmutzung usw. erweiterten. Das Event „Olympische Spiele“ fand am 5. Mai 2018 auf dem Gelände der Strandschule statt. Wir begannen am frühen Nachmittag und teilten die etwa fünfzig Kinder in Teams auf, um sie später gegeneinander antreten zu lassen. Besonders das Sack-Hüpf-Turnier am Ende der Veranstaltung brachte den Kindern viel Freude. Einer der Gründe dafür war, dass sich sogar Mitarbeiter und Freiwillige von Project Child dem Spiel anschlossen. Das Gewinnerteam wurde mit einer kleinen Wundertüte geehrt und schließlich gab es für alle Kinder leckere Kekse als Preis für die engagierte Teilnahme. Project Child glaubt, dass solche Veranstaltungen den Kindern nicht nur unsere Wertschätzung für ihre harte Arbeit und ihren Einsatz zeigen, sondern wir verstehen es als eine Notwendigkeit, Kindern eine abwechslungsreiche und unterhaltsame Lernumgebung zu bieten. Alles in allem ist unser Team mehr als zufrieden mit der Anzahl der Kinder, die an der Veranstaltung teilgenommen haben sowie dem reibungslosen Ablauf der “Olympischen Spiele”. Wir freuen uns jetzt darauf, unsere Open Class während des Ramadhan mit einem neuen Programm, das speziell auf diese wichtige Zeit in der muslimischen Kultur zugeschnitten ist, fortzusetzen.